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Entdeckt die SGEH alten Kampfgeist?

Noch vier bis fünf Spiele müssen die einzelnen Mannschaften der Fußball-Bezirksliga in dieser Saison absolvieren; mit fünf Duellen soll am morgigen Donnerstag die Tabelle begradigt werden. Von den Teams rund um die Teck sind nur der TSV Notzingen und die SGEH mit von der Partie.

WALTER HALLER

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KIRCHHEIM TSV Jesingen und TSG Zell, die zuletzt im Abstiegskampf wichtige Big Points einfuhren, aber beileibe noch nicht in Sicherheit sind, können die Konkurrenz morgen derweil beobachten: Sie sind spielfrei.

Um Big Points geht es auch für die SGEH morgen bei ihrem Gastspiel in Neckartailfingen. Bei dem nur vier Punkte besser stehenden Tabellenvordermann gilt es, die deftige 1:6-Heimschlappe gegen Wolfschlugen aus den Kleidern zu schütteln. Dies wird für Stumpe und Co. recht schwer werden, denn auch die Elf vom Aileswasen muss noch bangen. Nur fünf Punkte trennt sie vom Vorletzten Uhingen, und, nachdem die Gefahr besteht, dass Nellingen postwendend wieder aus der Landesliga zurückkehrt, gäbe es drei Absteiger und der Viertletzte müsste in die Relegation. Es wird also um jeden Punkt gefightet werden müssen in der dicht gedrängten unteren Tabellenhälfte. 0:0 trennte sich die SGEH in der Vorrunde von Neckartailfingen. Um ein ähnliches Resultat erneut zu erreichen, werden die Älbler ihren alten Kampfgeist wiederentdecken müssen.

Jenseits von Gut und Böse sind TSV Wolfschlugen und der TSV Notzingen, der mit der 2:5-Pleite gegen Jesingen wohl seine letzte Chance auf die Vizemeisterschaft eingebüßt hat. "Wir wollen den dritten Platz verteidigen, mehr ist jetzt nicht mehr drin", sagt Spielertrainer Stefan Haußmann. "Man muss auch mit Tiefs fertig werden. Ich hoffe, dass sich meine Jungs für die unterirdisch schlechte Leistung gegen Jesingen rehabilitieren", hat er als Vorgabe. Seine Hoffnung gründet sich auch darauf, dass einer schlechten Leistung beim TSVN zuletzt immer eine gute folgte.

Allerdings muss Haußmann in Wolfschlugen auf einige Stammkräfte verzichten.

Der FC Nürtingen muss in Boll derweil versuchen, das 1:2 aus der Vorrunde die erste Niederlage für den Aufsteiger war's zu revidieren, was sicher nicht einfach wird. Wie für Notzingen ist auch für die Maier-Truppe des TSGV Großbettlingen der Zug nach oben wieder einmal abgefahren. Mit Grötzingen kommt nun ein Gegner, dem nach starkem Rundeneinstand die Luft auszugehen scheint. Ob er deswegen Nachbarschaftsgeschenke erwarten darf, muss bezweifelt werden. In einem ebensolchen Formtief steckt der FC Uhingen, bei dem ja bekanntlich Ex-VfL-Trainer Jürgen Schorstädt das Handtuch geworfen hat. Uhingens Gastgeber Neuhausen, eben erst durch einen 3:1-Sieg gegen den A-Ligisten RSK Esslingen ins Halbfinale des Bezirkspokals eingezogen, wird den Filstälern wohl kaum eine Siegchance lassen und die Gelegenheit nützen, sich selbst mit dann 39 Punkten endgültig in Sicherheit zu bringen.