Lokales

Entlastung des Schulbudgets

Siegfried Russ, Vorsitzender des Fördervereins der Jakob-Friedrich-Schöllkopf-Schule (Kaufmännische Schule) Kirchheim, attestierte dem von ihm geführten Verein im Rahmen der Hauptversammlung ein ordentliches vergangenes Geschäftsjahr.

KIRCHHEIM Traditionell traten die Vereinsmitglieder im Rahmen einer Betriebsbesichtigung eines Kirchheimer Unternehmens zur Abwicklung der erforderlichen Vereinsregularien zusammen. Diesmal hatte die Firma AMK Arnold Müller Kirchheim eingeladen.

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In seinem Jahresbericht erläuterte der 2. Vorsitzende Norbert Häuser, Schulleiter der Schule, die Vereinsaktivitäten. Einnahmen hätten sich aus den Mitgliedsbeiträgen derzeit läge die Zahl der Mitglieder bei mehr als 100 und aus Spenden ergeben. Haupteinnahmequelle seien jedoch Kursgebühren aus den der Öffentlichkeit angebotenen PC-Kursen in verschiedenen Anwendungsbereichen gewesen. Hierbei kamen dem Verein auch die Zuschüsse der Landesstiftung Baden-Württemberg "Start und Klick" zugute. Diese seien aber ab Mitte 2005 gestrichen worden. Zu einer wichtigen Einnahmequelle hätten sich, so Häuser, die Prüfungsvorbereitungskurse für Schüler entwickelt. Nach Abzug der Kosten für Honorare und Werbung sei ein "ordentlicher" Betrag für die Unterstützung schulbezogener Aktivitäten übrig geblieben.

So konnten die Schülerzeitung "Carpe diem" sowie zahlreiche Auslands- und Studienfahrten finanziell gefördert werden. Für die Schulband wurden erforderliche Instrumente angeschafft und eine Übungsfreizeit bezahlt. Und auch bei der Renovierung des Schulhauses leistete der Förderverein seinen Beitrag. Somit war es möglich geworden, die Aula neu zu gestalten. Daneben gab es eine Fülle von kleineren Unterstützungsmaßnahmen, die auf diese Weise das Schulbudget des Schulträgers entlasteten.

Die Betriebsbesichtigung von AMK stand ganz im Zeichen der guten Kooperation zwischen den beiden Partnern Ausbildungsbetrieb und Ausbildungsschule. AMK bildet neben den gewerblichen Lehrlingen Jahr für Jahr mehrere Industriekaufleute aus, die an der Jakob-Friedrich-Schöllkopf-Schule unterrichtet werden. Besonders für die anwesenden Lehrkräfte war es interessant, Produktpalette, Firmenphilosophie und Ordnungsstruktur des Unternehmens genauer kennen zu lernen.

Von Unternehmensseite zeigten Eberhard Müller und Wolf-Rainer Bosch anhand der Firmengeschichte auf, wie innovativ und flexibel sich AMK am Markt präsentiert individuell gefertigte Komplettlösungen elektrischer Antriebs- und Steue-rungstechnik machen das Unternehmen heute zu einem technologischen Weltmarktführer. Nach der Gründung des Unternehmens im Jahre 1963 hatte Arnold Müller 1967 den weltweit ersten stufenlos regelbaren Drehstrom-Motor entwickelt und 1978 die erste CNC-Steuerung mit Werkstattprogrammierung vorgestellt. 1983 bringt AMK als Weltneuheit die erste digitale Drehstrom-Antriebstechnik zur Serienreife und erhält in diesem Zusammenhang den Innovationspreis des Landes Baden-Württemberg. Weitere zukunftsweisenden Lösungen im Bereich der Servo-Antriebstechnik folgen und machen AMK heute weltweit zu einem kompetenten Ansprechpartner in den unterschiedlichsten Branchen. Seit 1998 hat sich AMK zudem als Automobilzulieferer einen Namen gemacht. Neben Reifenfüllkompressoren werden seit 2004 Luftfederungskompressoren produziert.

pm