Lokales

Entlastung im Ort

Eine Brücke wird künftig die beiden Baugebiete "Vor der Sommerweide" und Seestraße/Schlat miteinander verbinden. Aus Kostengründen entschied sich der Gemeinderat einstimmig für den Bau einer Stahlprofilbrücke.

BORIS-MARC MÜNCH

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SCHLIERBACH Mit der Brücke soll auch die Seestraße entlastet werden. Weil das Bauwerk bereits in den Bebauungsplänen Sommerweide und Seestraße/Schlat enthalten ist, war von der Gemeinde frühzeitig eine wasserrechtliche Genehmigung beantragt worden. Die Brücke kann somit laut Verwaltung relativ rasch hergestellt werden und ist im Vergleich zur Stahlbetonbrücke kostengünstiger.

Aus patentiertem Stahlprofil bestehend, kommt die Brücke auf 96 150 Euro. Das Bauwerk ist sieben Meter lang, 9,50 Meter breit und 2,40 Meter hoch. Nach den Worten des Planers erfüllt die Brücke die Anforderungen des Hochwasserschutzes und entspricht den Erkenntnissen aus dem Bebauungsplanverfahren Sommerweide. Der Wasserlauf wird mit Naturstein hergestellt und die Böschungen werden mit den vor Ort befindlichen Steinen befestigt. Ein Geländer werde die Brücke absichern, so der Planer. Falls man beim Erdbau wegen des felsigen Untergrunds ein paar Zentimeter tiefer stoßen müsste als geplant, seien die Kosten dafür in der Ausschreibung bereits mit einberechnet.

Das Gremium war von dieser Lösung angetan. Diese Brücke sei bedeutend besser als eine Stahlkonstruktion, meinte Kurt Moll (CDU), da man sie in die Landschaft einpassen könne. Ein weiterer Vorteil sei, dass der landwirtschaftliche Verkehr aus dem Norden zur Bewirtschaftung der südlichen Flächen künftig nicht mehr durch den Ort fahren müsse. Diskussionsbedarf gab es nur hinsichtlich der Brückenbreite, die 5,50 Meter beträgt. Etwas breiter hätten Jörn Feldsieper (Freie Wähler) und Klaus Buchele (CDU) die Brücke gerne gesehen. Die Erschließungsstraße im Gebiet Seestraße/Schlat sei auch nicht breiter, entgegnete Bürgermeister Paul Schmid und forderte die Fahrzeughalter auf, Rücksicht zu nehmen.