Lokales

Entnahme ausder Rücklage nötig

HOLZMADEN "Auf Rosen gebettet ist Holzmaden nicht gerade", stellte Weilheims Stadtkämmerer Reiner Philipp fest, als er dem Ratsrund der Urweltgemeinde in jüngster Sitzung den Abschluss der Jahresrechnung 2003 vorstellte. Insbesondere wegen Gewerbesteuereinbrüchen in Höhe von 120 000 Euro musste Holzmaden im vergangenen Jahr auf große Sprünge bei den laufenden Einnahmen und Ausgaben verzichten. Die Ausfälle konnten weitgehend durch Aufschiebungen und Einsparungen, vor allem bei Unterhaltungs- und Personalkosten, ausgeglichen werden. Unterm Strich fehlten jedoch mit insgesamt 34 500 Euro noch 13 000 Euro mehr als im Haushaltsplan veranschlagt zum Ausgleich des Verwaltungshaushalts.

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Veränderungen im Vergleich zum Planansatz gab es auch im Vermögenshaushalt: Wegen Ausfällen bei Grundstückserlösen in Höhe von 504 000 Euro musste die Gemeinde auf geplante Grunderwerbe, die mit 497 000 Euro veranschlagt waren, verzichten. Durch weitere Einsparungen jedoch, etwa bei der Schulsanierung, konnte im Ergebnis ein Überschuss von 21 300 Euro erwirtschaftet werden, der der allgemeinen Rücklage zugeführt wurde.

Nach den planmäßigen Tilgungen von 47 700 Euro reduzierte sich die Verschuldung der Gemeinde auf 349 700 Euro. Damit liegt die Pro-Kopf-Verschuldung bei 163 Euro.

Durch Entnahmen aus der allgemeinen Rücklage, die zum Ausgleich des Haushalts nötig waren, schrumpften die Bestände im "Sparstrumpf" der Gemeinde um 12 300 Euro auf 684 100 Euro.

bil