Lokales

Entscheidung begrüßt

Die Grundschulen im Kreis entscheiden auch künftig freiwillig, ob sie ihre Schüler in der Eingangsstufe in Jahrgangsklassen oder in Kombi-Klassen unterrichten. Hans Dörr, Vorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Esslingen-Nürtingen, begrüßte diese Entscheidung von Kultusminister Helmut Rau.

KREIS ESSLINGEN Ursprünglich wollte das Ministerium allen Grundschulen jahrgangsgemischten Unterricht verordnen. Da dies an vielen Schulen zu zusätzlichen pädagogischen Problemen geführt und teilweise die Lehrerzuweisung verringert hätte, gab es massive Proteste aus der Elternschaft und der GEW dagegen.

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Weiterhin gilt in Baden-Württemberg der Klassenteiler 31 in der Grundschule, bei jahrgangsgemischten Klassen wird der Teiler 28 angewendet. Die GEW setzt sich generell für kleinere Klassen ein und will als ersten Schritt erreichen, dass der Klassenteiler 28 für alle ersten und zweiten Klassen gilt.

Im Juli 2006 hat eine Arbeitsgruppe "Schulanfang auf neuen Wegen" dem Kultusministerium empfohlen, den Teiler 25 für jahrgangsgemischte Klassen einzuführen. Die Grundschulen, die sich für jahrgangsgemischte Klassen entscheiden, erhalten jetzt zur Differenzierung je nach Klassengröße automatisch zusätzliche Lehrerstunden. Für Klassengrößen bis zu zwanzig Schüler sind zwei zusätzliche Stunden vorgesehen. Für Klassen mit 21 bis 24 Kindern soll es drei, ab 25 Kindern vier Extrastunden geben.

Die etwa 2 500 Grundschulen wurden jetzt vom Kultusministerium über die neuen Regelungen informiert.

pm