Lokales

Entscheidung für Sport

Freude kommt sowohl in der Dettinger Teckschule als auch bei den vereinssportlich organisierten Leichtathleten der Schlossberggemeinde auf, für die ein lange Zeit gehegter Wunsch in Erfüllung geht: Der Gemeinderat hat beschlossen, die Leichtathletikanlagen grundlegend zu sanieren.

ANDREAS VOLZDETTINGEN Bereits bei den Haushaltsplanberatungen für 2005 waren im Dettinger Ratsrund die Ausgaben für die Leichtathletikanlagen, die zwischen der Schlossberghalle einerseits sowie der Teckschule und der Sporthalle andererseits liegen, heftig umstritten. Als es nun um konkrete Maßnahmen ging, hat das Gremium tatsächlich noch Einsparmöglichkeiten gefunden und das nicht einmal auf Kosten des Sports. Gespart wird vielmehr am Wegebau entlang der Sporthalle, der auf das absolut notwendige Mindestmaß zurückzuschrauben ist.

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Alle anderen Sparvorschläge wurden von den anwesenden Fachleuten zurückgewiesen. So seien zwei Anlaufbahnen für den Weitsprung zu Übungszwecken unerlässlich bei Klassenstärken von teilweise über 30 Schülern. Landschaftsarchitekt Harald Fischer erläuterte zudem, warum der Belag der 100-Meter-Bahn aus wasserundurchlässigem Kunststoff sein müsse: "Ein anderer Belag ist bewegungstherapeutisch nicht so geeignet und bringt mittelfristig auch keine Einsparungen. Der wasserundurchlässige Belag ist erheblich strapazierfähiger und hält auch eine Überquerung mit Stollenschuhen aus."

Zuvor hatte Fischer den aktuellen Zustand der Bahn als "sehr schlecht" beschrieben. Sie sei auch deutlich zu kurz, weil sie mit 104 Metern Länge weder zum An- noch zum Auslauf genügend Platz biete. Die Weitsprunganlage sei "noch schlechter" und völlig überaltert. Das deckt sich mit einem Antrag, den die Teckschule bereits im November 2000 gestellt hatte. Darin heißt es, dass der Zustand der Anlagen "das Unfallrisiko für unsere Kinder unnötigerweise erhöht", beispielsweise durch "Unebenheiten, Vertiefungen, Pflanzenwuchs, rutschige Absprungbalken".

Unabhängig von den Wegbauarbeiten bleiben für die Sanierung der Leichtathletikanlagen, wozu auch zwei befestigte Kugelstoßringe gehören, Kosten von 127 000 Euro übrig. Nachdem Bürgermeister Rainer Haußmann die Möglichkeit ins Spiel gebracht hatte, einen Teil dieser Kosten durch Einsparungen bei der Sanierung des Rathausdachs zu finanzieren, hat der Gemeinderat das Vorhaben bei drei Enthaltungen und einer Gegenstimme abgesegnet.