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Entscheidung offen

Die Pädagogischen Fachseminare (PFS) im Ländle stehen auf dem Prüfstand. Wie in Kirchheim, so ist man auch in Schwäbisch Gmünd am Erhalt der Einrichtung vor Ort interessiert. Die ursprünglich für Ende 2004 angekündigte Entscheidung, ob ein Standort verzichtbar ist, verzögert sich weiter.

IRENE STRIFLER

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KIRCHHEIM "Es gibt definitiv noch keine Entscheidung", widersprach der Kirchheimer CDU-Landtagsabgeordnete Karl Zimmermann gestern anderslautenden Gerüchten und berief sich auf eine brandaktuelle Unterredung mit Vertretern des Finanzministeriums. Wie berichtet, hält das Kultusministerium den Bedarf an allen Standorten eine dritte Einrichtung befindet sich in Karlsruhe für gegeben.

Karl Zimmermann betonte, dass die Untersuchungen des Finanzministeriums noch laufen. Ergebnisse sollen Ende Februar vorliegen, dann wird eine Kabinettsvorlage erarbeitet. "Ich kämpfe für Kirchheim", wiederholte der Abgeordnete und meinte weiterhin optimistisch: "Wir haben hier einfach die bessere Peripherie." Zimmermann zeigte sich zuversichtlich, mit Sachargumenten überzeugen zu können. "Kirchturmspolitik zu Gunsten Schwäbisch Gmünds" werde es nicht geben. "Die pädagogischen Argumente sprechen ganz klar für Kirchheim", ist auch die Meinung der hiesigen SPD-Landtagsabgeordneten Carla Bregenzer.

Das PFS in Kirchheim könnte auf Grund seiner räumlichen Voraussetzungen zusätzliche Studenten übernehmen, muss aber bekanntlich aufwendig saniert werden. "Finanzielle Vorteile für Gmünd" sieht daher der dortige CDU-Landtagsabgeordnete und finanzpolitische Sprecher der Fraktion, Dr. Stefan Scheffold. Das Gmünder PFS, das in Gebäuden der PH untergebracht ist, feierte im vergangen Jahr 40-jähriges Bestehen. Es ist, wie dessen Leiter Dr. Thomas Hertel auf Nachfrage mitteilte, mit 90 Auszubildenden deutlich kleiner als die Kirchheimer Einrichtung.