Lokales

Entwurf abgesegnet

Das neue Schulzentrum "Untere Wiesen" in Dettingen nimmt Formen an, zumindest auf dem Papier: In seiner jüngsten Sitzung hat der Gemeinderat der Entwurfsplanung für die Freianlagen zugestimmt und die Verwaltung beauftragt, die Arbeiten auszuschreiben.

ANDREAS VOLZ

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DETTINGEN Die Kosten, die für die Freianlagen zur Erschließung des Baugebiets "Untere Wiesen" anfallen, belaufen sich auf rund 250 000 Euro. Der Anteil, den die Gemeinde dabei zu tragen hat, liegt bei 83 000 Euro. Bürgermeister Rainer Haußmann hofft allerdings, dass die Ausschreibung zu günstigeren Angeboten führt als in der Kostenaufstellung des Entwurfs veranschlagt.

Landschaftsarchitekt Harald Fischer aus Reichenbach stellte den Dettinger Gemeinderäten seine Planung detailliert vor. Besonderes Augenmerk lag dabei auf der Entwässerung des Geländes nördlich von Teckschule und Hallenbad, auf dem in absehbarer Zeit die Verbundschule für geistig und körperlich behinderte Schüler sowie für Kinder mit Sprachbehinderung entstehen soll.

Zur Entwässerung sind Retentionsbecken und ein Wassergraben im Osten und im Norden der geplanten Verbundschule des Landkreises vorgesehen. Dieser "Graben", der sich nur bei starken Niederschlägen mit Wasser füllen dürfte, soll das Regenwasser zeitverzögert zum Unteren Wiesengraben führen. Die offene Stelle, an der beide Wasserläufe zusammenfließen, bezeichnete Harald Fischer als "neuralgischen Punkt": Wenn vom Entwässerungsgraben "mal was kommt, dann ist es viel".

Als ökologische Prämisse im Umgang mit Oberflächenwasser nannte der Landschaftsarchitekt folgende Punkte: Versiegelung möglichst vermeiden, Wasser lokal und dezentral versickern lassen und dann erst ableiten. Auch die Verdunstung spiele eine große Rolle: "Das ist das beste, was man machen kann." Zudem sollen Schilfpflanzen in den "Unteren Wiesen" abfließendes Wasser aufnehmen. Bei der gesamten Bepflanzung ist ein Begrünungsgrad von 25 Prozent gesehen. Für den Rest wird die Natur von selbst sorgen.

Entlang dem künftigen Entwässerungsgraben sowie entlang der Parkplätze und Straßen sollen Ahornbäume wurzeln. Neben der Erschließungsstraße, die von der Kreisstraße zwischen Dettingen und Nabern zum neuen Schulgelände führen wird, ist allerdings nur eine "einseitige" Baumbepflanzung vorgesehen, in Richtung alter Ortskern. Sollte auf der anderen Seite, zum Guckenrain hin, einmal ein Baugebiet entstehen, müsste das Gelände aufgeschüttet werden, was sich mit Bäumen an dieser Stelle nicht vertragen würde.

Über die Gestaltung des Kreisverkehrs, durch den die Erschließungsstraße an die Kreisstraße angebunden wird, entscheidet der Gemeinderat zu einem anderen Zeitpunkt.