Lokales

Erdwärme oder Pellets?

TSV Weilheim stellt Heizungsart zur Debatte

In einem Antrag an den Gemeinderat wirft der Vorstand des TSV Weilheim nochmals die Art der Heizung für den Hallenneubau am Stadion auf.

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Nicole Mohn

Weilheim. Das Stadtparlament hatte sich in der Novembersitzung nach der Anhörung des Fachingenieurs für den Einbau einer Holzpellets-Heizung entschieden. Der TSV bat nun, diese Entscheidung zu überdenken. Eine Bitte, die beim Gemeinderat für einige Verwunderung sorgte. Einen Tag vor der Sitzung erreichte Bürgermeister Hermann Bauer die Anfrage des Dreier-Vorstands. Da der Statiker bereits an der Arbeit ist, machte der Schultes den Punkt unter Bekanntgaben und Anfragen bei der jüngsten Ratssitzung kurzerhand zum Thema.

Der Gemeinderat reagierte überrascht auf die Anfrage. „Wir sind da unten der Bauherr“, so der Tenor. Ein wenig verwundert hat auch den Bürgermeister das Schreiben. Die Aussage des Fachingenieurs sei eindeutig gewesen: Die Geothermie mit Fußbodenbeheizung sei ungeeignet für eine Sporthalle. Auch ist die Geothermie in der Anschaffung teurer. Das komplette Unterlagenpaket hatte die Stadt allen Vereinsvorständen vorab zur Verfügung gestellt. Auch hatte ein Vorstandsmitglied die Sitzung im November verfolgt.

Trotzdem schlug Bauer vor, das Gespräch mit dem TSV zu suchen und die Hintergründe für die Entscheidung nochmals zu erläutern. Halte der TSV an dem Antrag fest, könne der Gemeinderat in der Januarsitzung nochmals beraten. „Wir wollen den TSV mitnehmen“, erinnerte der Schultes daran, dass der Verein später die Betriebskosten selbst tragen wird.

„Damit bricht sich der Gemeinderat keinen Zacken aus der Krone“, meinte Joachim Meyer von der Freien Wählervereinigung. Auch Fraktionskollege Karl Mohring teilte die Meinung, dass man nichts über das Knie brechen müsse. Hingegen stellte sich Rainer Bauer von der Unabhängigen Wählervereinigung auf den Standpunkt, dass die Entscheidung gefallen sei und man nicht den Beschluss erneut diskutieren müsse, nur weil der TSV Einwände habe. Bürgermeister Bauer hingegen erklärte, der Gemeinderat vergebe sich nichts – er entscheide, ob am Beschluss gerüttelt wird oder nicht. „Wir brauchen den TSV als Partner“, mahnte er.

Mehrheitlich folgte der Gemeinderat Bauers Vorschlag. Stadtbaumeister Rendler soll sich nun zusammen mit dem Fachingenieur und dem TSV noch einmal über die Gründe der ausgewählten Heizungsart auseinandersetzen.