Lokales

Ereignisreiches Jahr mit zahlreichen Einsätzen

Für das DRK Weilheim stand das vergangene Jahr ganz im Zeichen von zwei großen Übungen, der Nachtübung am Reußenstein und der Alarmübung mit dem THW in Kirchheim. In einer gelungenen Hauptversammlung blickten die Bereitschaft sowie das Jugendrotkreuz im Weilheimer Feuerwehrmagazin auf ein ereignisreiches Jahr 2004 zurück.

WEILHEIM Bei der großen Übung am Reußenstein am 17. Juni waren neben der Bereitschaft Weilheim auch der Bergrettungszug des DRK Landesverbandes, der Rettungsdienst des DRK Nürtingen-Kirchheim und die Gruppe Technik der DRK-Bereitschaft Neuffen mit über 70 Einsatzkräften von 21.30 bis nach 2 Uhr nachts im Einsatz. Es wurden 13 zum Teil "Schwerverletzte" aus schwieriger Hanglage gerettet und versorgt. Bei der zweiten großen Übung hatte das THW Kirchheim die DRK-Bereitschaft Weilheim zur ihrer Jahreshauptübung eingeladen. Die Übung ging zusammen mit der DRK-Bereitschaft Kirchheim über die Bühne. Sie fand als Alarmübung unter realistischen Bedingungen statt. Der Alarm wurde samstagmorgens um 5.30 Uhr bei strömendem Regen ausgelöst. Übungsannahme war eine Gasexplosion in einem Gebäude mit eingeschlossenen und verschütteten Personen.

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Darüber hinaus gab es fünf Übungen mit den Feuerwehren des Verwaltungsraumes Weilheim und eine Wochenendübung als Gast des THW Kirchheim in Achern, die die Weilheimer Bereitschaft begleitete und unterstützte. Neben den Übungen mussten auch viele Realeinsätze absolviert werden. Der Löwenanteil wurde mit 231 Einsätzen von den Helfern vor Ort, den First Responder geleistet, gefolgt von sechs Bereitschaftseinsätzen und drei Unfallfolgediensten. Die Bereitschaft Weilheim ist für den Unfallfolgedienst im gesamten Kreisverbandsgebiet, das deckungsgleich mit dem Altkreis Nürtingen ist, zuständig. Die Aufgabe ist, unverletzt an einem Unfall beteiligte Personen zu betreuen und gegebenenfalls nach Hause zu begleiten. Leider waren dies in diesem Jahr meistens Personen, die bei einem Unfall einen Angehörigen verloren hatten. Insgesamt leisteten 96 Mitglieder in Jahr 2004 rund 4200 Dienststunden. Darunter waren auch zwei Altkleidersammlungen, sechs Blutspendetermine, sämtliche Sanitätsdienste bei Veranstaltungen wie Reitfest oder Hand- und Fußballturniere, zwei Erste-Hilfe-Kurse, acht Kurse "Lebensrettende Sofortmaßnahmen am Unfallort" und sämtliche größere Festveranstaltungen im Verwaltungsraum Weilheim.

Bei den sechs Blutspendeaktionen im Verwaltungsraum Weilheim wurden insgesamt 1763 Blutkonserven gespendet. Dies ist eine sehr hohe Anzahl, wenn man bedenkt, dass zwei Termine in den Schulferien im Sommer und nach Weihnachten liegen. Trotzdem wurde eine Steigerung des Blutspendeaufkommens um 9,7 Prozent erreicht. Beim Großteil der Spender handelt es sich um so genannte Stammspender, also um Spender, die regelmäßig kommen. Dies zeigte sich auch bei der Blutspenderehrung, bei der wieder viele Ehrungen vorgenommen wurden.

Die gute Arbeit der Bereitschaftsleitung und der Kassierer wurde honoriert durch eine einstimmige Entlastung. Bei den Ehrungen, durch den Kreisbereitschaftsführer Georg Preu vorgenommen, ist besonders die Ehrung für 60 Jahre Mitgliedschaft von Meta Siller hervorzuheben.

ms