Lokales

Erfahrungen der Nachbarn nutzen

Die Kirchheimer Gemeinderatsfraktion Grüne Alternative und die Fraktion der Nürtinger Liste Grüne im Nürtinger Gemeinderat nutzen die Möglichkeit, von den Erfahrungen der Nachbarstadt Anregungen für die eigene Arbeit zu gewinnen.

KIRCHHEIM Nach einer Begegnung im vergangenen Jahr in Kirchheim kam nun die Kirchheimer Fraktion zu einer gemeinsamen Sitzung nach Nürtingen. Eröffnet wurde das Treffen mit einem gemeinsamen Spaziergang zu den Objekten kommunalpolitischer Debatten der Vergangenheit von der Kreuzkirche bis zum Schlossberg. Die anschließende Diskussion ging von der Frage nach den Möglichkeiten der Haushaltskonsolidierung aus. Eine Kommission der Nürtinger Verwaltung hat dazu Vorschläge erarbeitet, die von der Abschaffung der unechten Teilortswahl über die Zentralisierung der Feuerwehr und die Bildung von Hausmeister-Pools bis hin zur Einführung eines zentralen Gebäudemanagements reichen.

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Auch die Stadträte der Fraktion Grüne Alternativen in Kirchheim plädieren für die Aufhebung der unechten Teilortswahl, weil dadurch die Kommunalwahlen deutlich vereinfacht werden und der Gemeinderat nicht durch Überhangmandate aufgebläht wird. Bezüglich der Feuerwehr wurden die Vorteile in einer zentralen Struktur gesehen, die die Möglichkeit eröffnet, mit einer Vielfalt moderner Geräte arbeiten zu können, was eines der Hauptargumente für das Engagement der Feuerwehrleute ist.

Bei der Organisation des städtischen Kulturprogramms sahen die Fraktionen in beiden Städten Licht- und Schattenseiten. Während in Nürtingen das Kulturamt in einer nicht immer produktiven Konkurrenz zu den freien Kulturträgern steht, führt in Kirchheim die Delegation der Gestaltung des Kulturprogramms dazu, dass Inhalte und Ziele der städtischen Kulturpolitik im Gemeinderat kaum Themen sind. Zum Schluss wurde vereinbart, sich das nächste Mal wieder in Kirchheim zu treffen.

ct