Lokales

Erfolgreiche Aktion mit guten Wiederholungschancen

Morgens um 8 Uhr trafen sich am Samstag in Unterlenningen, Oberlenningen und Brucken die Helfer der dritten Markungsputzete. Mit dabei waren schätzungsweise 150 umweltbewusste Bürger, denen es am Herzen lag, den Müll in der Natur zu beseitigen. Viele Vereinsmitglieder waren dabei und auch die Freiwillige Feuerwehr Lenningen.

BERENIKE NORDMANN

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LENNINGEN "Ich helfe, damit die Gemeinde ordentlich ist und weil es mich aufregt, wenn Leute ihren Müll einfach so wegschmeißen", erzählt Hilde Kuch, die zusammen mit dem Schwäbischen Albverein einen Abschnitt der Lauter von Abfall befreit. Dort fand sie neben Teilen eines Computers auch eine Matratze und Reifen.

Benedikt Löw schloss sich den Helfern des SG-Lenningen an, die entlang des Fahrradwegs nach Oberlenningen sauber machten. Auch er fand, dass es nötig ist, sich um die Natur zu kümmern. Auf der Sulzburg fanden sich hauptsächlich Glasflaschen, die achtlos ins Gebüsch geworfen worden waren. Schüler der Realschule Oberlenningen entdeckten sogar Müll, der in der Erde vergraben war. Neben einem Skateboard, einem Fahrrad und Dosen sammelt sich viel Plastikmüll an. "Wir haben sogar einen alten Drahtzaun aus dem Gebüsch gezogen", berichteten Eugen, Andy und Kevin, die mit der 7b der Realschule unterwegs waren und dort einen Lauter-Abschnitt säuberten. Trotz der Arbeit hat es allen so viel Spaß gemacht, dass Lehrer Daniel Hinze glaubte, der Spaß sei größer gewesen als der Lerneffekt. Auch beim nächsten Mal wollen alle wieder mit dabei sein.

Nach dreieinhalb Stunden Arbeit gab es für die Teilnehmer im Feuerwehrhaus in Unterlenningen zur Belohnung ein warmes Essen. Bürgermeister Schlecht, der ebenfalls mit seinem ältesten Sohn geholfen hatte, dankte den Vereinen, der Schule und allen, die privat teilnahmen, für die Unterstützung.

Bürgermeister Schlecht sieht das Problem der Umweltverschmutzung darin, dass manche Eltern ihren Kindern nicht beibringen, wie man Müll richtig entsorgt. "Es hilft auch nichts, wenn man mehr Mülleimer aufstellt. Dadurch würde nur noch mehr Müll entstehen, weil viele ihren Müll von zu Hause dort abliefern würden", erklärte er und ist damit gleicher Ansicht wie Organisator Günther Kern. "Selbst dort wo Mülleimer sind, liegt ja der Abfall außen herum. Das ist Erziehungsarbeit", stellte er fest. Würde man die Täter erwischen, so könnte man sie zur Rechenschaft ziehen. Aber da sie unbekannt sind, trifft es eben die Falschen, die dann den Abfall wegräumen.

Auch Armin Bogler war der Ansicht, Kinder sollten erfahren, dass Müll nicht in die Natur gehört. Daher war er mit seiner ganzen Familie unterwegs und hat vor, auch das nächste Mal wieder zu helfen.

Bei dieser Markungsputzete waren etwas mehr Helfer dabei als beim letzten Mal. Das lag wohl daran, dass das Wetter mitmachte und die Arbeit erleichterte. Insgesamt kam eine Menge von 15 bis 20 Kubikmeter Müll zusammen. "50 Müllsäcke waren prall gefüllt und vier Fahrzeuge, beziehungsweise Anhänger des Bauhofs waren voll mit Schrott und Altreifen", berichtete Günther Kern abschließend.

Doch ob die Natur lange so rein bleiben wird, wie sie sich nach der samstäglichen Markungsputzete präsentiert, ist fraglich. Bürgermeister Schlecht zeigte sich überzeugt: "Wahrscheinlich könnten wir die Aktion in zwei Wochen wiederholen."