Lokales

"Erfolgsmodell" Prävention wird ausgebaut

Dank der Unterstützung der Stiftung der Kreissparkasse konnten in diesem Jahr rund 100 Schülerinnen und Schüler aus mehr als 20 Schulen an Kursen zur Suchtprävention teilnehmen. Um an ihren Schulen Ideen einer Suchtvorbeugung "von Schülern für Schüler" zu entwickeln und umzusetzen, werden Mädchen und Jungen in speziellen Kursen in der Bauernschule Wernau zu Schülermultiplikatoren ausgebildet.

ESSLINGEN Im Rahmen dieses Schülermultiplikatoren-Projekts setzen sich die Teilnehmer intensiv mit der Suchtproblematik beim Konsum von Alkohol, Tabak und Drogen auseinander. "Dieser Prozess gehört heute zu den wichtigen Entwicklungsaufgaben von Jugendlichen. Dank der Unterstützung der Stiftung der Kreissparkasse konnten wir insgesamt fünf Schülermultiplikatorenseminare anbieten und sind davon überzeugt, dass diese Jugendlichen ihr Wissen an andere Schüler weitergeben werden", berichtet Elke Klös, Beauftragte für Suchtprophylaxe beim Landkreis Esslingen.

Anzeige

Die zwölf- bis fünfzehnjährigen Teilnehmer kamen aus Haupt- und Realschulen sowie Gymnasien, erläutert Projektkoordinatorin Christiane Heinze. "Mitarbeiter der Jugend- und Drogenberatung, der Psychosozialen Beratungsstelle Nürtingen und des Kreisjugendrings betreuen das Projekt".

Wie der Vorsitzende der Stiftung Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen, Landrat Heinz Eininger, und Franz Scholz, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse, bei einem Gespräch mit Mitarbeiterinnen der Suchtprophylaxe des Landkreises betonten, setzt das Finanzinstitut auch künftig Akzente auf dem Gebiet der Vorbeugung. "Die Sucht- und Drogenprävention ist uns seit Langem ein besonders wichtiges Anliegen. Deshalb fördert die Stiftung der Kreissparkasse die Schülermultiplikatorenseminare auch im kommenden Jahr mit insgesamt 10 000 Euro", erklärte Franz Scholz.

Ein klares "Erfolgsmodell" sind die Seminare für Landrat Heinz Eininger: "Im breiten Suchtprophylaxe-Netzwerk des Landkreises spielt diese Art der Aufklärungsarbeit eine unverzichtbare Rolle. Darüber hinaus bieten wir schon in Kindergärten, aber auch in den Schulen, der Jugendarbeit, in Vereinen und Betrieben sowie in der Seniorenarbeit ein umfassendes Spektrum von Unterstützungsangeboten, Veranstaltungen und Projekten an für Kinder und Jugendliche genauso wie für Eltern und andere Multiplikatoren".

Sozialdezernent Dieter Krug erinnerte bei der offiziellen Scheckübergabe daran, dass die Jugend- und Drogenberatung des Landkreises schon seit mehr als dreizehn Jahren junge Menschen zu Multiplikatoren ausbildet.

pm