Lokales

„Erfreulicher Rücklauf“

Von einem erfreulichen Rücklauf sprechen sowohl die Initiatoren der Zukunftswerkstatt als auch die Verwaltung hinsichtlich der Fragebogenaktion „Verkehrssicheres und barrierefreies Lenningen“. Das Ergebnis wurde in der jüngsten Sitzung vorgestellt.

Iris Häfner

Lenningen. Die rote Box wird wohl jeder in Lenningen kennen. Egal ob beim Bäcker, im Lebensmittelgeschäft, in Tankstellen oder den Rathäusern, an sämtlichen öffentlich zugänglichen Orten war sie, versehen mit der Aufschrift „Zukunftswerkstatt“, im Ort präsent. Knapp 300 Mal wurden die Fragebögen beantwortet und die Initiatoren von Frizle machten sich mit viel Engagement an die mühevolle Auswertung. Es galt, 2204 Antworten aufzubereiten und sich mit jeder Menge Zusatzkommentaren zu befassen.

Das Ergebnis stellte Thomas Gere in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats vor. „Die Familien bringen die Ergebnisse“, sagte er. Mit 63 Prozent sind sie die am stärksten vertretene Gruppe. Aber auch die Rentner waren aktiv. Knapp 20 Prozent Beteiligung können sie verbuchen.

Während das Thema Schülerlotsen in den einzelnen Ortsteilen unterschiedlich bewertet wurde, herrscht Einigkeit bei der Signalwirkung von Kindergartenwegen: Hier gab es die Note mangelhaft. Das Thema Barrierefreiheit führt die Hitliste an. Ins Visier geraten ist dabei vor allem Oberlenningen mit dem Schillerplatz, der Marktstraße samt ihrer Dauerparker entlang der Lauter und dem nur über Treppen zu erreichenden Rathaus. Letzteres gilt auch für die Bücherei im Schlössle. Zudem stören die zu kurzen Grünphasen der Ampel am Marktplatz viele Senioren. Kritisch bewertet wird auch die Backhauskurve. Immer wieder kommt es vor, dass große Lkws über den Gehweg fahren. In Oberlenningen gab es zudem ein starkes Votum für Tempolimits.

„Vielfach wurde der Wunsch nach Sitzgelegenheiten auf dem Marktplatz geäußert“, so Thomas Gere. In der Oberlenninger Ortsmitte trifft sich Jung und Alt und würde dort wohl länger und vor allem auf gemütliche Art und Weise verweilen. „Dies dürfte wohl eine Chance auf eine schnelle Umsetzung haben“, vermutete Thomas Gere. Auf der Wunschliste steht auch ein Fußweg auf der hinteren Kanalseite in Richtung Aldi und die Winterpflege auf den Fußwegen in Schopfloch wird nicht immer als optimal empfunden. Mehr Kontrollen werden im Bereich des Bahnhofs Oberlenningen angemahnt. Immer wieder kommt es an dort abgestellten Fahrrädern zu Sachbeschädigungen und Schikanierungen durch ältere Jugendliche.

„Nicht alles, was ich gehört habe, gefällt mir“, erklärte Bürgermeister Michael Schlecht. Begeistert ist er jedoch von den fast 300 zurückgesandten Fragebögen. Die Ergebnisse müssen nun in der Zukunftswerkstatt gebündelt und Vorschläge für den Gemeinderat erarbeitet werden. Verwundert zeigte sich der Schultes darüber, dass es bei einzelnen Punkten zwischen Gemeinderat und Bürgerschaft ein „Kommunikationsproblem“ gibt. Dies trifft beispielsweise auf den Bereich Bahnübergang an der Turnhalle in Unterlenningen zu. Damit befasst sich das Gremium schon seit Jahren immer wieder. Weil hier aber auch die Bahn ein Wörtchen mitzureden hat, sind der Gemeinde bislang für eine optimale Lösung die Hände gebunden.

Für die dritte Runde der Zukunftswerkstatt haben die Beteiligten nun genügend Daten zur Verfügung, um konkrete Vorschläge erarbeiten zu können. Auf die eine oder andere Umsetzung hofft dabei nicht nur Frizle.

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