Lokales

Erfreuliches Ergebnis

Stadtkämmerer Philipp konnte in der jüngsten Gemeinderatssitzung in Neidlingen mit erfreulichen Zahlen aufwarten. Während in 2003 und 2004 der Verwaltungshaushalt nicht ausgeglichen werden konnte, wies schon der Haushaltsplan eine Zuführungsrate in Höhe von 1,09 Millionen Euro aus, einem Wert höher als jemals zuvor, so der Kämmerer.

RENATE SCHATTEL

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Im Verwaltungshaushalt werden damit Haushaltsausgabereste in Höhe von 48 300 Euro, im Vermögenshaushalt von 104 800 Euro und damit in der Summe von 153 100 Euro nach 2006 übertragen. Bürgermeister Rolf Kammerlander kann zudem über 38 900 Euro Haushaltsausgabereste verfügen.

Stadtkämmerer Philipp führte seinen Abschlussbericht der Jahresrechnung weiter mit dem Bericht über den Verwaltungshaushalt. Im Plan konnten 1,09 Millinen Euro als Zuführungsrate ausgewiesen werden. Dieser Wert hat sich bis zum Jahresende nochmals um knapp 47 000 Euro auf über 1,13 Millionen Euro gesteigert, zum einen durch Mehreinnahmen, aber auch durch Einsparungen bei den laufenden Kosten. Mehreinnahmen waren vor allem bei der Gewerbesteuer möglich, die im Ergebnis um 48 300 Euro auf 191 300 Euro gestiegen ist.

Leider, so der Finanzfachmann, seien die Einnahmen bei den Gebühren, hier insbesondere die Abwassergebühr, und bei den Erlösen, hier insbesondere die Holzerlöse, nicht so geflossen wie erwartet. Per Saldo ergaben sich Mehreinnahmen von 16 721 Euro. Ohne die durchlaufenden Posten ergaben sich echte Mehreinnahmen von 38 637 Euro, vor allem aus der Gewerbesteuer.

Bei den Ausgaben, stellte Philipp fest, seien überwiegend Einsparungen zu verzeichnen, welche sich bis zum Jahresende 2005 auf 30 100 Euro summiert haben, das sind echte Einsparungen von 8 194 Euro. Für den Vermögenshaushalt konnte der Kämmerer kein großes Investitionspotenzial bescheinigen. Die Zuführungsrate wurde vor allem zur planmäßigen Schuldentilgung, 126 210 Euro, und zur teilweisen Abdeckung des Fehlbetrags 2004 in Höhe von 900 000 Euro, benötigt.

Durch Grundstückserlöse und Zuschüsse erlangte die Gemeinde einen Überschuss von über 54 000 Euro, der der allgemeinen Rücklage zugeführt wird. Der Überschuss aus den Gewerbesteuer-Mehreinnahmen wird im Jahr 2007 mindestens zur Hälfte wieder benötigt, um die Folgen der höheren Einnahmen bei den Umlagen und den Zuweisungen im Finanzausgleich abzudecken. Das Volumen des Gesamthaushalts stieg von 4,24 auf 4,33 Millionen Euro. Insgesamt ein erfreuliches Ergebnis, das der Gemeinderat einstimmig zur Kenntnis nahm.