Lokales

Ermittlungsverfahren wegen Diebstahls

GÖPPINGEN Die Staatsanwaltschaft Ulm und die Polizeidirektion Göppingen betreiben derzeit ein Ermittlungsverfahren gegen einen ehemaligen Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes wegen Diebstahls und Unterschlagung. Dem 32-jährigen Rettungssanitäter wird vorgeworfen, mindestens fünf Patienten im vergangenen halben Jahr bestohlen und dabei insgesamt knapp 2000 Euro erbeutet zu haben. Die Geschäftsleitung des Rettungsdienstes hat ihm inzwischen gekündigt. Die Ermittler befürchten, dass der Beschuldigte während seiner insgesamt siebenjährigen Tätigkeit als Rettungssanitäter noch mehr Menschen bestohlen hat. Deshalb bittet der Polizeiposten Heiningen, Telefon 0 71 61/48 95, ehemalige Patienten und deren Angehörige um Mitteilung, ob in der Zeit von 2006 bis Mai 2007 nach einem Einsatz oder einem Krankentransport durch Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes Göppingen Wertgegenstände oder Geld vermisst wurden.

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Auf die Spur des Mannes kamen die Behörden, als Ende Januar 2007 in einem Gebüsch bei der Stuttgarter Wilhelma zwei Geldbörsen von Personen aus dem Kreis Göppingen gefunden wurden. Polizeibeamte konnten nachvollziehen, dass beide Geschädigte im Herbst 2006 von besagtem Rettungssanitäter versorgt und offenbar bestohlen wurden. Bei einer Durchsuchung des Kleiderspinds am Arbeitsplatz, seines Autos und seiner Wohnung im Landkreis Ludwigsburg fanden die Beamten drei weitere Geldbörsen mit Ausweisen.

Der Beschuldigte schweigt bislang zu den Tatvorwürfen. Er ist auf freiem Fuß. Zusätzlich zu seiner beruflichen Tätigkeit beim Göppinger Rettungsdienst war er noch ehrenamtlich bei einer anderen Organisation in Stuttgart tätig. Auch dort wird ermittelt.

lp