Lokales

Erste Lenninger Seniorenmesse im Herbst

Im Bürgersaal des Bürgerhauses im Bahnhof Unterlenningen fand die erste ordentliche Hauptversammlung des vor einem Jahr gegründeten Vereins statt. Der Erste Vorsitzende, Bürgermeister Michael Schlecht, konnte die Mitglieder und Gäste über den Verlauf des abgelaufenen Jahres informieren.

LENNINGEN Zur Bearbeitung der anstehenden Aufgaben zum Start der Aktivitäten waren sieben Vorstandssitzungen erforderlich.

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SchwerpunkteDie Tätigkeitsschwerpunkte waren die Besetzung der Leitung der Koordinationsstelle für das "Betreute Wohnen zu Hause", die Festlegungen von Leistungen und Kosten für den Betreuungsvertrag und die Optionsvereinbarung, die Formulierung der Verträge und Vereinbarungen, das Finanzbudget für die Jahre 2005 und 2006, die Vorbereitung und Durchführung von Informationsveranstaltungen sowie Referate und Präsentationen für Interessenten aus verschiedenen Orten in der näheren Umgebung.

Die Neugründung fand viel Resonanz in der Öffentlichkeit. Unternehmen und Privatpersonen ermöglichten durch ihre Spenden die Sicherstellung der finanziellen Basis, um das Projekt "Betreutes Wohnen zu Hause" zu starten. Der Zuschuss der Gemeinde Lenningen und die Starthilfen der Krankenpflegevereine Oberlenningen und Unterlenningen/Brucken stellen die Weiterentwicklung der begonnenen Arbeit sicher.

Der Mitgliederbestand umfasst zurzeit 13 ordentliche Mitglieder und 30 Fördermitglieder. Die Zahlen des Jahresabschlusses 2005 stellte der ehrenamtlich tätige Geschäftsführer Werner Schulmeyer vor. Der Kassenprüfer Wolfgang Tröscher bestätigte die vollständige und korrekte Erfassung und Verbuchung der Geschäftsvorfälle. Den Antrag auf die Genehmigung der Jahresrechnung und die Entlastung des Vorstandes stellte der erste stellvertretende Bürgermeister Karl Sigel. Dem Antrag wurde einstimmig entsprochen.

In seinem Ausblick auf die Jahre 2006 und 2007 ging Michael Schlecht auf die Planungen und Möglichkeiten für die Weiterentwicklung des Lenninger Netzes ein. Die Gewinnung von neuen Mitgliedern wird eine wichtige Aktivität sein. Über die räumliche Ausdehnung der angebotenen Dienste in Kooperation mit den Kommunen im lokalen Verwaltungsraum und in den benachbarten Verwaltungsräumen wird nachgedacht, genauso wie über den Einstieg in die Betreuung der Bürgerinnen und Bürger in den übrigen Einrichtungen der Altenhilfe.

KinderferienprogrammBeim Kinderferienprogramm wird das Lenninger Netz mit einem Beitrag vertreten sein. Im Oktober 2006 soll die erste Lenninger Seniorenmesse stattfinden. Unter dem Motto "Mehr Lebensqualität durch Information und Prävention" ist beabsichtigt, ein breit gefächertes Informations- und Leistungsangebot von lokal ansässigen Unternehmen und Organisationen zu präsentieren. Ergänzend werden den Besuchern Vorträge zu den Themen Gesundheit, Prävention, Vorsorge und Ähnliches angeboten. Die erste Lenninger Seniorenmesse will nicht nur das vorhandene regionale Angebot bekannt machen. Sie möchte auch ein Tag der Begegnung sein für Menschen aller Generationen.

Team aus 20 HelfernGabriele Riecker, Leiterin der Koordinationsstelle für das "Betreute Wohnen zu Hause", berichtete über den aktuellen Stand des Mitte September 2005 gestarteten Projektes. Nach der Ausbildungsreihe im Juni und Juli 2005 steht ein Team von rund 20 freiwillig tätigen Damen und Herren für den Besuchsdienst und die sonstigen Dienste zur Verfügung. Regelmäßig stattfindende Meetings dienen dem Erfahrungsaustausch, der Fortbildung und der Motivation. Im Oktober 2005 wurde das "Betreute Wohnen zu Hause" der Öffentlichkeit vorgestellt. Seit Anfang Januar 2006 werden ältere Bürgerinnen und Bürger vom Lenninger Netz betreut. Aktuell bestehen sechs Betreuungsverträge, wobei acht Personen betreut werden. Daneben existieren zwei Optionsvereinbarungen.

"Beruhigt älter werden"Wichtig ist die bedarfsgerechte Koordination der vorhandenen Pflegedienste und die Vernetzung der bestehenden Angebote. Hierzu werden intensive Kontakte mit der Diakoniestation Teck, dem DRK-Kreisverband, den Krankenpflegevereinen, den Kreiskrankenhäusern, den Reha-Kliniken und den Sozialen Diensten unterhalten und gepflegt. "Der gute Anklang des Betreuten Wohnens zu Hause ist ein Beweis für das Vorhandensein des Bedarfs in unserer Gemeinde. Es ist ein wichtiger Baustein in der Versorgungskette für ältere Bürgerinnen und Bürger mit dem Ziel, in Lenningen beruhigt älter werden zu können", so das Fazit der Verantwortlichen.

pm