Lokales

Erste Priorität

Der Kreistagsausschuss für Technik und Umwelt gab gestern die rund 1,1 Millionen Euro teuren Bauarbeiten zur Sanierung der Bissinger Steige frei. Aufgrund des schlechten Zustands wurde die Maßnahme in Priorität 1 eingestuft.

RICHARD UMSTADT

Anzeige

ESSLINGEN In einem ersten Bauabschnitt soll in diesem Jahr ein rund 1,67 Kilometer langes Teilstück im oberen Bereich der Steige rund 600 Meter nach Beginn des Waldes bis zur Abzweigung zur Diepoldsburg saniert werden. Auf diesem Straßenabschnitt sind erhebliche Fahrbahnschäden vorhanden. Die Schadstellen müssen bis auf eine Tiefe von anderthalb Meter ausgekoffert und neu aufgebaut werden. Je nach Situation muss der Boden ausgetauscht und mit Siebschutt oder Drahtschotterbehältern aufgefüllt werden. Darüber wird der Straßenaufbau vollständig neu hergestellt.

Im Bereich besonders steiler Böschungen zum Tal hin, gestaltet sich die Sanierung noch aufwändiger. Hier ist im Bankettbereich von Betongurten und Injektionslanzen die Rede.

Im Zuge der Arbeiten sollen auch defekte Entwässerungsleitungen und Einlaufschächte erneuert und bergseitig beschädigte Beton-Rinnensteine ausgetauscht werden.

Die Sanierungsarbeiten werden abschnittsweise unter halbseitiger Sperrung mit Ampelregelung durchgeführt. Lediglich zur Erneurung des Straßenbelags muss die Steige kurzzeitig komplett gesperrt werden. Die Gesamtkosten dieses ersten Bauabschnitts belaufen sich auf rund 720 000 Euro, wie das Straßenbauamt mitteilte.

Insgesamt kostet die Sanierung der 4,9 Kilometer langen Bissinger Steige von der Abzweigung der K 1252 nach Weilheim bis zur Abzweiung zur Diepoldsburg rund 1,1 Millionen Euro. Der zweite untere Teilabschnitt soll 2007 saniert werden.

Der Ausschuss ermächtigte die Kreisverwaltung, die entsprechenden Ausschreibungen vorzunehmen und dem günstigsten Bieter den Auftrag zu erteilen.