Lokales

Erweiterungsbau im Zeitplan

Gut zehn Monate nach dem Baggerbiss nimmt der Erweiterungsbau des Weilheimer Rathauses Formen an. Bürgermeister Hermann Bauer: "Wir liegen voll im Zeitplan."

ANKE KIRSAMMER

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WEILHEIM Tat sich im Weilheimer Städtle hinter dem bestehenden Rathaus monatelang eine riesige Baugrube auf, die inzwischen mit den zwei Ebenen der 107 Stellplätze fassenden Tiefgarage "gefüllt" ist, so wächst der Bau jetzt in die Höhe. Nachdem die Stahlbetonarbeiten fürs Erdgeschoss fast über die Bühne sind, lassen sich bereits die Konturen von Langhaus und gesondertem Baukörper für Bürgerbüro und Ratssaal erkennen.

In einem Pressegespräch äußerte sich Hermann Bauer gestern optimistisch, dass der Kostenrahmen für Rathaus und Tiefgarage von insgesamt 8,5 Millionen Euro eingehalten wird. "Bisher gab es keine Überraschungen." Derzeit sind sechs Firmen zugange; auf den Stahlmatten zwischen Bürgerbüro und Sitzungssaal werden Rohre für die mit Erdwärme betriebene Heizung, für die Lüftungsanlage sowie Leerrohre für Elektrokabel gezogen, bevor die Decke mit Beton ausgegossen wird.

Laut Bauzeitenplan ist das Richtfest im November vorgesehen; ein Jahr später soll der Erweiterungsbau bezugsfertig sein. Das mehr als 15 Jahre von ausgelagerten Ämtern genutzte "Provisorium" an der Oberen Grabenstraße hat dann ausgedient. "Die Wohnungen in dem als Mehrfamilienhaus konzipierten Gebäude wollen wir verkaufen", sagt Bauer.

Ist der Neubau im November 2006 fertig gestellt, räumt die Verwaltung das bisherige Rathaus für rund ein Jahr, soll doch das Erdgeschoss offener gestaltet werden. In diesem Zug bekommt das Gebäude von 1777 auch einen behindertengerechten Eingang neben dem bestehenden Portal. Auch dank des Aufzugs im Neubau sind dann alle von Besuchern frequentierten Bereiche per Rollstuhl erreichbar. Mit der Frage nach der "Kunst am Bau" beschäftigt sich der Gemeinderat noch diesen Herbst. Läuft alles nach Plan, dürfte das Projekt im Herbst 2007 komplett abgeschlossen sein.