Lokales

Es geht „arg eng“ zu

Nutzer des P+M-Parkplatzes äußern sich zu der Parksituation

Dass der P+M-Parkplatz an der Kirchheimer Autobahnmeisterei durchaus mehr Stellplätze vertragen könnte, darin sind sich die meisten seiner Nutzer einig. Doch der Parkplatzmangel ist nicht die einzige Sache, die die Autofahrer stört – das ergab zumindest eine Umfrage auf dem P+M-Parkplatz.

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Marisa Schneider

Kirchheim. „Es ist gut, dass es den Parkplatz gibt, aber er ist arg eng“, findet die 19-jährige Annika Zaglauer aus Nabern. Gemeinsam mit zwei Kirchheimern wechselt sich die angehende Bankkauffrau mit der Fahrt zur John-F.-Kennedy-Schule nach Esslingen ab. Ihr Auto lässt sie dann bei der Autobahnmeisterei stehen. Zaglauer regt sich neben dem Parkplatzmangel auch über die Parkmanieren einiger Fahrer auf: „Manche Leute parken hier zum Teil richtig rücksichtslos. Sie lassen zwischen den Autos viel zu viel Abstand, sodass enorm viel Platz verschwendet wird.“ Zwar bekommt die Auszubildende jedes Mal einen Parkplatz, aber auch nur, weil sie schon kurz vor sieben da ist – mehr Parkplätze hält sie da schon für wünschenswert.

So geht es auch Tim Esswein. Der Banklehrling aus Beuren bildet ebenfalls mit einer Kirchheimerin eine Fahrgemeinschaft. Wenn er zwischen 6.30 und 7 Uhr morgens zur Berufsschule muss, gebe es zwar noch genügend Platz zum Parken, aber das sehe bei seiner Rückkehr am Mittag dann ganz anders aus. „Mittags ist es hier schon sehr voll, und die Autos stehen überall an der Seite, was das Ausparken etwas schwierig macht“, erzählt der 22-Jährige. „Mehr Parkplätze würden auf keinen Fall schaden“, da ist er sich sicher.

Dem kann Daniel Philipp nur zustimmen. Er hält die Parksituation für „katastrophal“. Der Student aus Bissingen kommt kurz nach 7 und hat da schon Schwierigkeiten, einen Parkplatz zu finden, „dabei bin ich eigentlich ja relativ früh dran“. Auch die Abholungsmöglichkeiten bezeichnet er als verbesserungsbedürftig. „Selbst wenn man nur kurz hält, um jemanden zusteigen zu lassen, steht man immer im absoluten Halteverbot vor der Garage oder man blockiert die Einfahrt der Autobahnmeisterei“, erklärt der Maschinenbaustudent. Er fände es gut, wenn noch ein paar ausgebaute Parkplätze hinzu kämen, dann würden auch weniger Leute die Straßenseiten und Äcker blockieren.

Auch Britt Metzger findet, dass die Parksituation besser sein könnte. „Es dürften hier schon etwas mehr Parkplätze sein, schließlich liegt der Parkplatz sehr geschickt und wird von vielen Leuten genutzt“, erzählt die Hochdorferin.

Seit nun schon sieben Jahren nutzen der Schlierbacher Frank Leutz und Jörg Angelmaier aus Bissingen den P+M-Parkplatz. Die beiden Daimler-Mitarbeiter parken kurz vor 6 Uhr morgens ihre Autos vor der Autobahnmeisterei und haben somit

Mehr und größere Parkflächen sind gefragt

auch kein Problem mit der knappen Anzahl an Stellplätzen. Als störend empfinden die Arbeitskollegen aber insbesondere die Ampelschaltung. Beim Links-Abbiegen müsse er mindestens drei Minuten warten, bis er grünes Licht bekäme, schildert Jörg Angelmaier die Situation.

Obwohl sie selbst kein Parkproblem haben, sind sich Angelmaier und Leutz einig, dass der P+M-Platz mehr und größere Parkflächen braucht. „Manche Leute parken kreuz und quer“, erzählt Frank Leutz, und sein Kollege fügt hinzu: „Das Problem ist oft, dass viele Leute beim Umladen andere Fahrzeuge einparken.“ Die Kfz-Elektriker finden, dass es einen speziellen Platz geben sollte, wo man Fahrzeuge be- und entladen kann, ohne dass man anderen im Weg oder im Halteverbot steht. „Die Frage ist auch, ob die Autobahnmeisterei wirklich so viel Platz braucht. Vielleicht kann man da ja was machen“, so Leutz.