Lokales

Es gilt das Motto: "Träume müssen keine Schäume sein"

Für die Klasse 9 b der Kirchheimer Freihof-Realschule (FRS) ging im Dezember die Tür zur Arbeitswelt auf: Die Schüler erfuhren eine Woche lang, wie herausfordernd, aber auch interessant der Weg in den Beruf sein kann. Die kompakte Berufsorientierungswoche wurde an der FRS neu eingeführt und trägt dem neuen Bildungsplan Rechnung. Im Jugendmagazin berichten die Neuntklässler von ihren Erfahrungen:

KIRCHHEIM Wir bekamen Hilfestellung vom Berufsberater Aloys Dietrich von der Agentur für Arbeit, der bei uns im Unterricht war, besuchten das Berufsinformationszentrum in Göppingen und durch ein Bewerbungsseminar bei der AOK in Kirchheim wurden uns Bewerbungsschreiben und alles was dazu gehört, näher gebracht. Wir blickten aber auch in die Welt der Bank-, Bau- und Industriebranche. Dazu Gelegenheit hatten wir in der Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen, durch Martin Renz von der überbetrieblichen Ausbildungsstätte für Bauberufe in Geislingen und die Firma Heller in Nürtingen.

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Fragen wie "Was wollt ihr nach der Schule machen?", "Mit was für einem Gefühl startet ihr in die Berufswahlphase?", "Was würdet ihr in ein Bewerbungsschreiben einbringen?" wurden immer wieder an uns gerichtet. Da kam bei manchem ganz schön Nervosität und Unsicherheit auf. Erstaunt tauschten wir Blicke untereinander aus, denn so genau hatten wir uns das noch gar nicht überlegt. Vielen wurde klar: Vom Bewerbungsschreiben über das Vorstellungsgespräch bis zur Ausbildungsstelle ist es ein langer Weg.

Dennoch waren die Besuche in den verschiedenen Einrichtungen und Betrieben sehr interessant und hilfreich. In der Firma Heller beispielsweise erhielten wir erste Einblicke in gewerbliche Berufe wie Mechatroniker, Elektroniker, Zerspanungsmechaniker und Konstruktionsmechaniker. "Chancen auf einen Ausbildungsplatz haben nur diejenigen, die einen guten Zeugnisdurchschnitt vorweisen können", belehrte uns der Ausbildungsleiter. Sehr engagiert ging es zu, als Martin Renz als Vertreter der Bauberufe bei uns in der Freihof-Realschule war. Mit Film, Musikeinsatz und treffenden Worten versuchte er uns zu überzeugen, dass die Zukunft auch von Realschülern auf dem Bau sein könnte. Da staunten doch einige nicht schlecht, als sie erfuhren, wie viel man als Maurer verdienen kann.

Konzentriert zur Sache ging es im Berufsinformationszentrum in Göppingen gab es dort doch viele Möglichkeiten, Berufe zu erkunden, Ausbildungsinhalte kennenzulernen und mit dem Berufsberater Aloys Dietrich ins Gespräch zu kommen.

Die Aufgaben eines Bankkaufmanns wurden uns in der Kreissparkasse Kirchheim durch zwei Auszubildende näher gebracht, die durch eine gelungene Präsentation unsere Aufmerksamkeit weckten. Besonders verdeutlicht wurde, wie wichtig Kompetenzen wie "Selbstständiges Arbeiten" und "Teamarbeit" für einen Arbeitsplatz in einer Sparkasse sind.

Angespannt betrat die Klasse 9 b den freundlich gestalteten Seminarraum der AOK. Neben einem reich gedeckten Tisch standen zwei freundlich dreinschauende Mitarbeiter. Höhepunkt neben einem Einstellungstest, durch den jeder seine Stärken und Schwächen erfahren konnte, waren Tipps zu einem Erfolg versprechenden Bewerbungsschreiben, die uns Dieter Wedekind darlegte.

Claudio Ferrazzano erläuterte, auf was bei einem Vorstellungsgespräch geachtet werden muss. Für viele von uns war neu, dass dort auf die Persönlichkeit, Körperhaltung, Kleidung, Mimik und Gestik Wert gelegt wird. Absolutes Highlight war schließlich ein Rollenspiel zu einem Vorstellungsgespräch, das Claudio Ferrazzano mit Marcel Mayer, einem unserer Mitschüler, führte.

"Seinen Berufswunsch kann man realisieren. Man muss jedoch dafür hart arbeiten und darf nie aufgeben" mit diesen Worten wurden wir nach den vielen Erfahrungen ins Wochenende entlassen. Aber wir waren uns alle einig: Die Bewerbungszeit wird nicht leicht, aber wir sind nun bestens vorbereitet und es gilt das Motto: "Träume müssen keine Schäume sein."

Klasse 9 b, Freihof-Realschule