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Es hatte ja so kommen müssen. Auf der Waage ist ein ...

Es hatte ja so kommen müssen. Auf der Waage ist ein Stillstand zu verzeichnen. Kein Gramm weniger als vergangene Woche aber auch kein Gramm mehr. Insofern kann ich mir das obligatorische Gewichtsbild in dieser Woche sparen. Doch ist ein Stillstand gleich ein Rückschritt? Was einem die Wirtschaftsexperten als Wahrheit verkaufen, darf für mich persönlich nicht gelten ansonsten hat man die Philosophie der Kur auch nicht verstanden. Deshalb habe ich es mir an Ostern auch gut gehen lassen und trotzdem nicht über die Stränge geschlagen: Ostereier und Schokolade, Braten und Kuchen alles war dabei, allerdings in Maßen. Man sollte sich Sachen nicht verbieten, rät schließlich das Pfundsfit-Tagebuch.

"Ich kann", lautet die Devise. Da aber nicht jede Woche Ostern ist, geht's jetzt wieder ran an den Speck, schließlich lautete ja meine Maxime zu Anfang der Kur: Der Bauch muss weg. Das war er übrigens 2001 zum letzten Mal. Im Laufe der Jahre wuchs er dann langsam und stetig heran unscheinbar, dafür aber kontinuierlich. Bis an Fasching 2006 die Entscheidung reifte, etwas für mich zu tun. Da aber auch ich das Rad der Zeit nicht zurückdrehen kann, muss ich eben auf meinem Fahrrad in die Pedale treten, und zwar mit dem Blick nach vorn. Genauso wie der Bauch langsam wuchs, verschwindet er nun seit ein paar Wochen langsam aber sicher wieder. Jetzt aufzuhören kommt deshalb für mich auf keinen Fall in Betracht.

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Die von Pfundsfit angesetzte Regenerationswoche ist jetzt vorüber und so steige ich in der siebten Woche wieder richtig ein. Allerdings sollte man gewisse Grenzen nicht überschreiten. Die wichtigste: Die maximale Herzfrequenz ist die absolute Grenze für die Trainingsbelastung, sie stellt eine unbedingt ernst zu nehmende Tabugrenze dar, warnt das Pfundsfit-Buch ausdrücklich. Sollte man sich im Training seiner maximalen Herzfrequenz nähern, ist das Ziehen der "Notbremse" Pflicht: Dann muss der Betroffene die Belastungsintensität deutlich zurücknehmen oder das Training unterbrechen.

Da habe ich vorgesorgt. Mein Hometrainer misst permanent über Körperkontakt die Herzfre-quenz. Per Knopfdruck kann ich den Tretwiderstand regulieren: So bewege ich mich kontinuierlich in der für mich günstigen Trainingsfrequenz zwischen 60 und 80 Prozent der maximalen Herzfrequenz. Die errechnet sich für Männer folgendermaßen: 220 minus Lebensalter, sprich 184. (Die Frauen dürfen ihr Alter von der Zahl 226 abziehen). Mein Herz sollte also zwischen 110 und 147 Mal pro Minute schlagen, wenn ich optimal trainieren will.

Wer über kein Trainingsgerät mit integriertem Pulsmesser verfügt, dem empfiehlt Pfundsfit unbedingt eine Pulsuhr: Der Gurt wird an der Brust getragen und erfasst mit Hilfe zweier integrierter Sensoren, wie häufig das Herz pro Minute schlägt. Wenn man den optimalen Bereich während des Trainings verlässt, ertönt ein Warnsignal.

Was haben wir heute gelernt: Nicht übertreiben! Die Gesundheit geht vor. Und was das Essen betrifft: Fünf bunte Portionen Obst oder Gemüse am Tag und man bleibt leistungsfähig und gesund ganz gleich, ob als Rohkostsalat, Gemüseauflauf oder Fruchtsaft. Je bunter und abwechslungsreicher, desto besser, rät das Buch.

Nächste Woche verrate ich, ob sich die Waage wieder bewegt hat, nach unten, versteht sich . . . Jörg Bächle