Lokales

„Es wird Entlassungen geben“

Recaro bekommt die Absatzkrise in der Automobilindustrie zu spüren

Das Kirchheimer Unternehmen Recaro wird Mitarbeiter entlassen. Aufgrund der Krise in der Automobilindustrie gehen die Umsätze des Autositzeherstellers dramatisch zurück.

Kirchheim. „Ich glaube, dass wir es mit einer langfristigen Rezession in der Automobilindustrie zu tun haben“, sagte Recaro-Geschäftsführer Horst Kespohl. „Davon sind wir natürlich betroffen.“ Der Kirchheimer Autositzehersteller beliefert alle großen Firmen, von Mercedes über VW bis Opel. Die Automobilbranche kämpft vor allem aufgrund der weltweiten Finanzkrise mit einem Absatzrückgang und muss ihre Produktion zurückfahren.

Die kurzfristigen Folgen dieser Absatzkrise bekommt das Kirchheimer Unternehmen jetzt schon zu spüren. Im November sei der Umsatz von Recaro um 40 Prozent zurückgegangen. Für Dezember erwartet Kespohl einen Umsatzrückgang um bis zu 60 Prozent.

Das Unternehmen hat bereits mit Kurzarbeit begonnen und wird diesen Weg nach Angaben Kespohls bis ins nächste Jahr hinein gehen. „Langfristig ist Kurzarbeit aber nicht das geeignete Mittel“, sagte der Geschäftsführer. „Es wird Entlassungen geben.“

Eine Zahl nannte Kespohl nicht. Er müsse die Verhandlungen mit dem Betriebsrat abwarten, die für nächste Woche angesetzt sind. Recaro beschäftigt weltweit 800 Mitarbeiter, davon mit 370 fast die Hälfte in Kirchheim. adö

Anzeige