Lokales

Esslingen samt Rennbahn erkundet

KIRCHHEIM Wer kennt das ehemalige "schwäbische Iffezheim"? Der Historiker Holger Starzmann hat sich kundig gemacht, um die Regionalgruppe Kirchheim des Schwäbischen Heimatbunds mit der Geschichte des einstigen Gestüts Weil bei Esslingen vertraut zu machen. Das Gestütsgebäude ist noch erhalten, die ehemalige Reitbahn ist nur zu erahnen. In unmittelbarer Nähe der Reitbahn steht noch das Schlösschen Weil. König Wilhelm I. von Württemberg ließ es von seinem Baumeister Giovanni Salucci in einem herrlichen Park erbauen. Allerdings ist es in Privatbesitz und daher nicht öffentlich zugänglich.

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Der Ausflug des Heimatbunds führte weiter in die Esslinger Innenstadt. Das Angebot, den Schelztorturm zu besteigen, nahm die Gruppe gerne an. Der Blick zur Stadtkirche Sankt Dionys, zum Kanal und hinüber zur Burg lohnte sich. Das Alte Rathaus, ursprünglich ein gotischer Fachwerkbau, war Kauf- und Steuerhaus. Heinrich Schickhard baute es im 16. Jahrhundert um. Besonders sehenswert ist die astronomische Uhr.

An der ehemaligen Dominikanerkirche, der ältesten erhaltenen Bettelordenskirche Deutschlands, vorbei ging die Kirchheimer Heimatbundgruppe zum Esslinger Schwörhof. Die Frauenkirche, eine gotische Hallenkirche mit wunderschönen Glasfenstern und kostbaren Skulpturen am Südostportal, gehörte ebenfalls zum Besichtigungsprogramm. Vorbei am Salemer Pfleghof, dem ältesten Fachwerkhaus Esslingens, ging es durch schmale Gässchen weiter in eine Weinstube, wo sich die Besuchergruppe aus Kirchheim zum Abschluss Esslinger Wein munden ließ.

rmk