Lokales

Etliche Festnahmen

Mit der Festnahme eines 48-jährigen Mannes aus dem Haller Raum ist dem Göppinger Rauschgiftdezernat am Donnerstag der vorerst letzte Schlag gegen eine organisierte Dealergruppe aus Nordwürttemberg gelungen. Ermittlungsverfahren leiteten in den vergangenen Tagen Beamte der Rauschgifttrupps Plochingen, Esslingen, Filderstadt und Nürtingen gegen sechs Männer zwischen 20 und 32 Jahren ein.

GÖPPINGEN / ESSLINGEN Bei dem von den Göppinger Polizisten Festgenommenen wurden zwei Haschischplatten von insgesamt 200 Gramm gefunden. Mit ihm sind nun seit Beginn der groß angelegten Aktionen des Göppinger Rauschgiftdezernates seit Mitte Dezember acht Tatverdächtige in Untersuchungshaft. Es handelt sich neben dem 48-Jährigen um Männer im Alter zwischen 20 und 31 Jahren deutscher und türkischer Nationalität.

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Als "Hauptlieferant" gilt ein türkisches Brüderpaar, das verschiedene Zwischenhändler von Stuttgart beziehungsweise München aus mit dem Stoff versorgt haben soll. Das Rauschgift lieferte das Duo turnusmäßig auch in den Kreis Göppingen, wo es von einem 31-jährigen Türken aus Faurndau weiter verkauft wurde. Die Vertriebswege gingen schließlich über einen 22-Jährigen Deutschen aus dem Nassachtal "nach unten" zu zwei 20- und 21-Jährigen Männern aus Göppingen.

Quasi als "Nebenprodukt" ging den Ermittlern jetzt noch der 48-Jährige ins Netz, der auch Lieferant des 22-jährigen Zwischenhändlers aus dem unteren Filstal gewesen sein soll. Dem 48-Jährigen werden rund 40 Kilogramm geliefertes Marihuana fürs letzte Jahr zugerechnet. Bereits vor der Festnahme vom Donnerstag kam es zu zwei weiteren Zugriffen mit Beschlagnahmen von mehreren Kilogramm Marihuana. Beharrlich haben sich die Kripo-Beamten bis in die obere Händlerebene hoch gearbeitet, ehe jetzt die zwei Türken aus Stuttgart und München bei einem "Geschäft" mit ihrem ebenfalls türkischen Abnehmer in Faurndau geschnappt wurden. Dabei sollten rund drei Kilogramm Marihuana über den Tisch gehen. Die 270 Ecstasy-Pillen und eine kleine Menge Kokain wurden ebenfalls gefunden.

An den umfangreichen Ermittlungen und Einsätzen der letzten Wochen waren bis zu 20 Beamte der Kriminalpolizei Göppingen, Kollegen der Beweissicherungs- und Festnahme-Einheit der Bereitschaftspolizei und das Mobile Einsatzkommando beteiligt. In der "Mittleren Händlerebene" wurde für das Kilo Haschisch etwa 4500 Euro gezahlt. Die "Köpfe" des Händlerrings müssten also zumindest in den letzten zwölf Monaten mehrere hunderttausend Euro mit dem Rauschgifthandel umgesetzt haben.

Beamte des Plochinger Polizeipostens kontrollierten am Dienstag gegen 17 Uhr einen 30-Jährigen in Altbach. Hierbei wurden drei Gramm Marihuana gefunden. Bei einer Wohnungsdurchsuchung wurden weitere 20 Gramm sichergestellt. Die anschließenden Ermittlungen führten auf die Spur eines 24-Jährigen aus Bernhausen und eines 32-Jährigen sowie eines 20-Jährigen aus Harthausen. Sie alle gerieten in den Verdacht, mit Marihuana zu handeln. In den daraufhin durchsuchten Wohnungen wurde jeweils Marihuana sichergestellt. Da gegen den 20-Jährigen der Verdacht bestand mit Marihuana gehandelt zu haben, hatte die Staatsanwaltschaft Stuttgart bereits einen Haftbefehl erwirkt. In der Wohnung des Mannes wurde die Polizei zwar nicht fündig. Zwischenzeitlich gibt es jedoch Anhaltspunkte, dass er in den letzten Wochen insgesamt fünf Kilogramm Marihuana verkauft haben soll.

lp