Lokales

Extreme Hitze sorgt für Freude und Qualen

Der gestrige Donnerstag war mit Temperaturen von bis zu 35 Grad der heißeste Tag in diesem Kirchheimer Sommer. 3 600 Besucher konnte das örtliche Freibad auf Grundder enormen Hitze melden. Doch neben Spiel und Spaß bringen die Spitzentemperaturen auch Gefahren.

ALEXANDRA HOLZNER

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Passend zum Ferienanfang in Baden-Württemberg brachte die Sonne Höchstleistungen. Gestern war der bisher heißeste Tag in diesem Jahr. Im Stuttgarter Neckartal kletterte das Thermometer auf 35 Grad, in Stötten auf der Alb wurden Spitzenwerte von 29,3 Grad erreicht. Auch im Kirrchheimer Freibad wurden 35 Grad gemessen. "Der Grund hierfür ist die derzeitige Wetterlage", weiß Markus Michel von der Wetterstation Stötten, "sie pumpt in verstärktem Maße Warmluft zu uns."

Die hohen Temperaturen rufen zwiespältige Gefühle hervor. Während sich Kirchheims Schüler in den Sommerferien riesig freuen, ihre Tage in Freibädern und Eisdielen verbringen zu können, macht vor allem älteren Leuten die Hitze stark zu schaffen. So berichtet auch Rolf Wieder vom Deutschen Roten Kreuz von einem "Zuwachs von Notfällen durch die Hitze. Das meiste sind Kreislaufprobleme wie zum Beispiel Kollapse". Ein Drittel mehr Notfälle als an anderen Tagen zählte das DRK am gestrigen Donnerstag.

Laut Roland Spitzl vom Krankenhaus in Kirchheim hingegen gab es erfreulicherweise keinen Anstieg der Einweisungen auf Grund von wetterbedingten Problemen. Trotzdem weist auch er darauf hin, dass mit den hohen Temperaturen "vor allem ältere Leute, die sich der Sonne aussetzen, Kreislaufbeschwerden und Sonnenstiche" bekommen.

Im schlimmsten Fall führen die hohen Temperaturen zu einem Hitzschlag. Bei Symptomen wie starken Kopfschmerzen, Schwindelgefühl und ungewöhnlicher Unruhe sollten Betroffene umgehend einen Arzt aufsuchen.

Jürgen Kalthoff vom Gesundheitsamt Esslingen rät bei extremer Hitze, sich nicht körperlich anzustrengen. Sport sei für den sowieso schon beanspruchten Kreislauf nicht gut. "Natürlich sind auch die Ozonwerte bei solchen Temperaturen hoch, auch wenn die Grenzwerte nicht überschritten wurden", gibt der Fachmann außerdem zu bedenken.

Generell sollte man bei einer Wetterlage, wie sie gestern vorlag, das schützende Haus nicht zur Mittagszeit verlassen, auch wenn die in diesem Jahr selten zu sehende Sonne geradezu zum Bräunen, Wandern und Radfahren einlädt. Wer raus muss, sollte sich auf jeden Fall im Schatten aufhalten und viel trinken. Ideal sind Wasser und ungesüßte Fruchsäfte, so das Esslinger Gesundheitsamt .