Lokales

Fahrradfreundliche Kommune

Nach Offenburg führte die jüngste Exkursion der Christlichen Initiative Kirchheim (CIK). Die Delegation hatte die Bereiche Rad- und Straßenverkehr sowie Senioren, Bürgerschaftliches Engagement und Familien als Schwerpunkte ihres Besuchs gewählt.

KIRCHHEIM Das in der Ortenau gelegene Oberzentrum mit knapp 60 000 Einwohnern ist wie Kirchheim eine beliebte Einkaufsstadt, allerdings mit einem strukturbedingt weit größeren Einzugsbereich als Kirchheim. In Offenburg wird heute 25 Prozent des Verkehrs mit dem Fahrrad zurückgelegt. Es gibt einen städtischen Fahrradverleih, ein Fahrradleitsystem und Priorität für das Rad, was breite grüne Straßenmarkierungen augenfällig machen. Eine Werbekampagne machte das Fahrrad als Verkehrsmittel hoffähig. Beim Autoverkehr wurden gute Erfahrungen mit Induktionsschleifen für Busse und häufigen Feiertags- und Nachtabschaltungen gemacht.

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Vorreiter ist die Kreisstadt in der Ortenau auch im Bereich von Senioren und Bürgerschaftlichem Engagement. In einer Zeit, als der demografische Wandel noch nicht in aller Munde war, begann die Stadt mit Seniorenarbeit. Heute hat das Seniorenbüro ein eigenes Personal- und Sachbudget, an dem im Gemeinderat niemand rüttelt. Es bietet verschiedenste Kurse an nach dem Motto: "Wir suchen Aufgaben für Menschen, nicht Menschen für Aufgaben." Auch im Bereich von Wohnungen für und Versorgung von Älteren und bei der Pflege ist die Stadt aktiv.

Zu verdanken hat Offenburg viele dieser Aktivitäten und Einrichtungen einem aktiven Seniorenbeirat, an dessen Sitzungen auch die Oberbürgermeisterin immer wieder teilnimmt. Was die Familien angeht, ist die Stadt in Bereiche von 4 000 bis 15 000 Menschen aufgeteilt und besitzt jeweils ein Stadtteil- und Familienzentrum. Dort sind neben eigens angestellten Mitarbeitern immer auch Lehrer, Pfarrer und Erzieherinnen zu Gange, die sich mit den Jugendlichen und ihren Eltern zusammentun und gemeinsam Problemlösungen für den Stadtteil suchen. Träger sind in verschiedener Kombination Kirchen, Stadtteile und Vereine. Eingegliedert ist auch jeweils eine Kindertagesstätte. Die Arbeit in dem Zentrum wird durch Bürgerschaftliches Engagement unterstützt.

Die Kirchheimer CIK-Delegation mit Katja Seybold, Petra Schnitzler, Arnold Hurth, Helmut Staiger und Wolfgang Schuler nahm von dem Besuch wertvolle Eindrücke mit. Besonders beeindruckt zeigten sie sich von dem stark ausgeprägten Wir-Gefühl und dem Willen, gemeinsam etwas in der Stadt bewegen zu wollen.

pm