Lokales

Fahrten ins Ausland finanziert

Wie in den vergangenen Jahren wurde die Jahres-Mitgliederversammlung des Fördervereins der Jakob-Friedrich-Schöllkopf-Schule (Kaufmännische Schule) Kirchheim mit der Besichtigung eines Unternehmens im Umfeld der Schule verbunden.

KIRCHHEIM Dass es sich beim Autohaus Russ um ein Unternehmen handelt, das seinerzeit maßgeblich dazu beigetragen hatte, dass die Beschulung der Automobilkaufleute an der Kirchheimer Berufsschule erfolgt und dessen Auszubildende auch hier beschult werden, wurde von den Teilnehmern im Hinblick auf die gegenseitigen Informationsmöglichkeiten als besonderer Vorteil gewertet.

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Während eines Rundgangs durch den Betrieb in Nürtingen zeigte Siegfried Russ auf, wie das Traditions-Unternehmen aufgestellt ist: Neben dem Nürtinger und dem Dettinger Betrieb besteht ein Smart Center und die Vertriebs GmbH Russ-Claus-Jesinger, womit man einer Forderung des Herstellers nachkam, dass jeweils pro Landkreis nur ein Vertriebspartner für die Automarke Mercedes-Benz besteht. Anhand der Verkaufszahlen und der Reparaturdurchgänge erläuterte er den Geschäftsumfang, derzeit sind 162 Mitarbeiter im Service beschäftigt, davon 36 Auszubildende (Kfz-Mechatroniker und Automobilkaufleute). Unter Berücksichtigung der Mitarbeiter im Vertrieb beschäftigt das Autohaus Russ insgesamt 214 Personen. Weitere 98 Mitarbeiter und Auszubildende sind in den Beteiligungsgesellschaften Smart Center Erfurt, Smart Center Esslingen und im Chrysler/Jeep-Vertrieb Altbach beschäftigt. "Diese unsere Mitarbeiter" so Geschäftsinhaber Siegfried Russ "sind das eigentliche Kapital des Unternehmens."

Im Zuge der Einführung des neuen EU-Wettbewerbsrechts im Oktober 2003 wurden im Vertragsverhältnis zwischen den Autoherstellern und ihren Vertragshändlern neue Standards definiert, die umfangreiche Qualifizierungsmaßnahmen und Investitionen für die Autohäuser notwendig machen. Russ: "Im Klartext heißt das höhere Kosten."

Otto Höfle, Vorsitzender des Fördervereins in den vergangenen vier Jahren, lenkte dann die Aufmerksamkeit auf die wirtschaftlichen Aktivitäten des Schulvereins, der sich zum Ziel gesetzt hat, die Schule in Zeiten knapper Finanzmittel des Schulträgers durch Bereitstellung zusätzlicher Gelder zu fördern. Durch Einnahme von Mitgliedsbeiträgen und durch das Angebot von Unterricht und Kursen sei es, so Höfle, auch im vergangenen Jahr gelungen, der Schule bei verschiedenen Aktivitäten finanziell zu helfen. Überschüsse aus PC-Kursen im Bereich Windows, Word und Excel sowie Powerpoint und Internet, aus Stützkursen für Schüler vor Prüfungen insbesondere in den "Problemfächern" Mathematik und Betriebswirtschaftslehre sowie aus zufließenden Mitgliedsbeiträgen von Eltern, ehemaligen Schülern, Lehrkräften und Firmen eröffneten der Schule zusätzliche Finanzierungsmöglichkeiten. Neu in das Programm habe man spezielle Internetkurse wie "Kaufen und Verkaufen mit eBay" sowie auch einen Grundkurs in Spanisch aufgenommen.

Schulleiter Norbert Häuser erläuterte im Rechenschaftsbericht die Mittelverwendung. Im Vordergrund der Förderung standen Beihilfen bei der Finanzierung der zahlreichen Auslandsfahrten von Klassen innerhalb des Spanien-Austausches und des Comenius-Projektes, bei dem die Jakob-Friedrich-Schöllkopf-Schule mit mehreren Schulen aus dem EU-Raum zusammenarbeitet. Auch die Schülerzeitung, die im vergangenen Jahr den 1. Preis beim Schülerzeitungswettbewerb des früheren Bundespräsidenten Johannes Rau gewonnen hatte, wurde mit einem Beitrag zu den Druckkosten bedacht, für die Schulband wurden Instrumente angeschafft und auch für den Datenverarbeitungsunterricht erwarb der Förderverein Gerätschaften wie Laptop und Beamer. Letztendlich wurde auch ein größerer Geldbetrag für die Verschönerung des Schulhauses bereitgestellt. Norbert Häuser bedankte sich bei allen, die durch ihre Tätigkeit im Förderverein mitgeholfen haben, der Schule zusätzliche finanzielle Perspektiven zu verschaffen.

Bei den Neuwahlen gab es einen Wechsel in der Vereinsführung. Otto Höfle hatte frühzeitig signalisiert, dass er den Vorsitz gerne in andere Hände übergeben würde, Schulleiter Häuser bedankte sich für das Engagement von Otto Höfle in den vergangenen Jahren. Zum neuen Vorsitzenden des Fördervereins der JFS-Schule wurde einstimmig Siegfried Russ gewählt, die Kassenführung blieb weiterhin in den bewährten Händen von Schulsekretärin Brigitte Holl, Handelsschulrätin Karin Besemer wurde als Schriftführerin bestätigt, ebenso wie Studiendirektor Johann Müller, stellvertretender Schulleiter, als Kassenprüfer. In die Riege der Beisitzer im Vorstand wurden gewählt: Der ehemalige Schüler Christian Höpper, für die Eltern Reinhard Spieth, für die Betriebe Otto Höfle, Reiner Schneck und Hans-Joachim Most, für die Lehrkräfte Oberstudienrätin Gabriele Auweter, Oberstudienrätin Beate Dietz-Marek, Studienrätin Gisela Aberle.

pm