Lokales

Fahrtenbücher werden zur Pflicht

"Wenig Auswirkungen auf die Verkaufszahlen" erwartet Alfred Hiller, Pressesprecher der Kraftfahrzeug-Innung, von den Steueränderungen für Firmenwagen.

KIRCHHEIM Firmen, die ihren Mitarbeitern Autos zur Verfügung stellten, blieben von der Neuregelung gänzlich unbehelligt: "Betroffen sind Freiberufler und Handwerker." Denen werde ab 1. Januar das Fahrtenbuch aufgezwungen. Das Thema betrifft viele: Bis zu 60 Prozent der zugelassenen Fahrzeuge sind derzeit Firmenfahrzeuge, schätzt Alfred Hiller. Deswegen sei klar, dass das Thema zu heftigen Diskussionen führe. Lieblingsbegründung der Politik sei, dass "Dienstwagenprivilegien" beschnitten werden. Dazu Alfred Hiller: "Wer einen Firmenwagen benutzt, bezahlt schon heute dafür Steuer".

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Bei Firmenwagen gibt es zwei Möglichkeiten: exakte Abrechnung per Fahrtenbuch oder die so genannte Einprozentpauschale. Letztere heißt, dass der Fahrer eines ausschließlich für ihn und auch für private Nutzung zur Verfügung stehenden Firmenwagens ein Prozent des Bruttolistenpreises pro Monat als zusätzliches Einkommen versteuert. Bis jetzt entschieden sich aus Vereinfachungsgründen die meisten für diese Einprozentregelung. Jetzt wird das Fahrtenbuch zur Pflicht für Handwerker und Selbstständige, denn sie werden nach den jetzt vorliegenden Informationen künftig nachweisen müssen, dass der Wagen zu mehr als 50 Prozent betrieblich genutzt wird. "Das ist mehr Bürokratie statt weniger", sagt Alfred Hiller, "und die trifft mal wieder vor allem die Kleinen".

pm