Lokales

"Fahrzeugbrand" schnell unter Kontrolle

Ein Auffahrunfall mit zwei beteiligten Fahrzeugen, eingeklemmten Personen und einem in Brand geratenen Fahrzeug am Geländer der Firma Leuze Elektronik war das Szenario für die am Samstagnachmittag stattgefundene Jahreshauptübung der Owener Feuerwehr.

PATRICK ROHTE

Anzeige

OWEN Gegen 16 Uhr erfolgte die Alarmierung der Esslinger Leitstelle, die wiederum durch einen Realeinsatz leicht verzögert den Alarm bei den Owener Floriansjüngern auslöste. Wenige Minuten nach der Alarmierung traf bereits das erste Löschfahrzeug der Owener Wehr am Ort des Geschehens ein, kurz darauf folgte das zweite Einsatzfahrzeug.

Dabei galt es nun im ersten Teil der Übung, Personen aus den beiden Fahrzeugen zu bergen, wobei bei einem der Fahrzeuge davon ausgegangen wurde, dass eine der Personen im Auto eingeklemmt worden war und deshalb unter Einsatz von Spreizer und Schere aus dem Wrack befreit werden musste. Dabei demonstrierten die Owener Feuerwehrleute die patientengerechte Rettung, bei der die sichere Bergung des Patienten im Vordergrund steht.

Im Zuge dieser Rettungsmaßnahmen wurden die Scheiben mit Spezialwerkzeugen splitterfrei entfernt, anschließend die Fahrertüre und zu guter Letzt das gesamte Autodach demontiert, um so den Rettungskräften Weg für eine schonende Bergung aus dem Unfallwagen zu schaffen. Durch einen zeitgleich in Lenningen stattfindenden echten Einsatz trafen die Helfer der DRK-Bereitschaft Lenninger Tal erst nach der Bergung der Patienten ein, konnten jedoch trotzdem die Verletzten in Empfang nehmen und fachgerecht versorgen.

Im zweiten Teil der Übung wurde nun der Motorraum des zweiten Unfallwagens in Brand gesetzt, um damit den anwesenden Zuschauern zu demonstrieren, dass Autos keineswegs wie in Film und Fernsehen gerne dargestellt, wenn sie in Brand geraten, sofort mit einem riesigen Feuerball explodieren. Vielmehr dauert es rund fünf bis zehn Minuten, bis die Flammen vom Motorraum auf das Wageninnere übergreifen und sich die Rauchgase im Fahrgastraum entzünden.

Kommandant Markus Taxis, der die Moderation des Geschehens für die schaulustige Bevölkerung übernommen hatte, nutzte die derweil verstreichende Zeit, ein paar allgemeine Dinge im Zusammenhang mit Fahrzeugbränden zu erklären. Als nach längerer Wartezeit die Flammen schließlich auf das ganze Fahrzeug übergegriffen hatten, dauerte es nur Sekunden, bis die Feuerwehr mit dem Einsatz von so genanntem Schwerschaum das Feuer auch bereits wieder erstickt hatte und damit die Schauübung der Freiwilligen Feuerwehr Owen beendete.

Nach dem Abschluss der Übung zeigte sich Kommandant Taxis erfreut über das hohe Zuschauerinteresse und auch über die geleistete Arbeit seiner Feuerwehrkollegen, auch wenn er anmerkte, dass es sich bei der Übung im Grunde um eine reine Schauübung zur Präsentation der Feuerwehr gegenüber der Bevölkerung gehandelt habe. Die Altfahrzeuge, die während der Übung Verwendung fanden, waren freundlicherweise von der Weilheimer Firma Karosserie Faustmann bereitgestellt worden.