Lokales

Fakten und Datenzur Gebietskulisse

KIRCHHEIM Der vom Ministerrat verabschiedete Vorschlag des Ministeriums für Ernährung und Ländlichen Raum zur Nachmeldung von Vogelschutzgebieten umfasst insgesamt 215 838 Hektar. Das entspricht 6,04 Prozent der Landesfläche. Zusammen mit den Gebietsmeldungen vom Jahr 2001 umfassen die Vogelschutzgebiete 395 957 Hektar, also 10,9 Prozent der Landesfläche.

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Die Kommunen rund um Kirchheim fallen unter das Vogelschutzgebiet "Vorland der Mittleren Schwäbischen Alb". Es hat eine Größe von 17 316 Hektar und verteilt sich auf 37 Gemeinden in den Landkreisen Esslingen und Göppingen. Experteninformationen zufolge zeichnet sich das Mittlere Albvorland durch das größte Halsbandschnäpper-Vorkommen in Baden-Württemberg aus.

Baden-Württemberg hatte im März 2001 schon 4,9 Prozent der Landesfläche als Vogelschutzgebiete gemeldet. Die europäische Kommission hat im Dezember 2001 ein Vertragsverletzungsverfahren wegen unzureichender Umsetzung der Vogelschutzrichtlinie gegen Deutschland eingeleitet. Für Baden-Württemberg wurde etwa die nicht ausreichende Abdeckung einzelner Vogelarten wie Halsbandschnäpper und Roter Milan sowie die unvollständige Auswahl von für den Vogelschutz bedeutsamen Flächen, etwa im Albvorland, genannt.

Daraufhin hatte das Land eine Gebietskulisse zur Nachmeldung erstellt und anschließend ein zweistufiges Beteiligungsverfahren gestartet, in dem es zum Konflikt mit den Kommunen kam.

mlr/bil