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Familieninterna ohnepolitisches Gewicht ...

Familieninterna ohnepolitisches Gewicht

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Zum Leserbrief "Tief greifende Gesinnungsänderung?", im Teckboten vom 10. September:

Herr Volles ärgert sich darüber, dass der "Linkspartei" im "Teckboten" unangemessen viel Raum gegeben wird, ihre Anliegen darzustellen. Jeder aufmerksame Leser des "Teckboten" wird bestätigen können, dass dieser Vorwurf schlicht falsch ist.

Es mag wohl den Voyeurismus einiger ansonsten unpolitischer Geister befriedigen, wenn Herr Volles Interna aus der Familie des Unterzeichnenden ausbreitet. Dies kann allenfalls als Klatsch gesehen werden; ein Zusammenhang mit meiner Kandidatur und politischen Zielen ist nicht erkennbar. Es sei denn, Herr Volles will das kleinkarierte Vorurteil bedienen, dass jeder, der sich für soziale Gerechtigkeit einsetzt, als Hungerleider zur Welt kommen und als solcher auch leben und sterben müsse. Ähnlichkeiten mit der üblen Diffamierungskampagne gegen Oskar Lafontaine sind unverkennbar. Unklar ist, wie sich die "Orientierung am Maoismus" des Unterzeichnenden und seiner Brüder konkret dargestellt haben soll. Von dieser Materie scheint Herr Volles wenig Ahnung zu haben, sonst würde er die Leser nicht darüber im Unklaren lassen, was er unter einer "Mao-Fahne" versteht. Vielleicht hat auch die Zeit seine Erinnerung getrübt, denn das Ereignis, das er möglicherweise ansprechen will, liegt etwa 35 Jahre zurück.

Die Teilnehmer an dieser Aktion werden sich lächelnd daran erinnern, dass ihnen zumindest in einem Fall gelungen zu sein scheint, was sie mit dem Hissen einer Fahne der UdSSR seinerzeit bezweckten: Sie wollten ein paar Spießer ärgern.

Jeder aufmerksame und einigermaßen politisch sachkundige Leser des "Teckboten" wird in der sehr fairen Wiedergabe von Aussagen des Unterzeichnenden dort vergeblich nach "maoistischen" Inhalten suchen. Wer nicht in der Lage ist, sich mit dem politischen Engagement eines Mitbürgers sachlich und mit einiger Sachkenntnis auseinanderzusetzen, wer außer Stande ist, Sachverhalte sauber zu recherchieren und wiederzugeben, der sollte öffentliche Äußerungen besser unterlassen.

Jochen Findeisen

Kandidat der Linkspartei

Schlaitdorf, Mörikestraße

Die Redaktion nimmt eine sachliche Leserzuschrift, die sich auf eine Veröffentlichung in unserer Zeitung bezieht, gerne entgegen. Sie übernimmt dafür aber nur die presserechtliche Verantwortung und behält sich in jedem Fall Kürzungen vor. Leider können handschriftliche Manuskripte nicht berücksichtigt werden. Anonyme Briefe werden nicht veröffentlicht.