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Festlichen Glanz in die Abendstunden getragen

KIRCHHEIM Besinnliches zur Vorweihnachtszeit bot der Liederkranz Kirchheim mit seinem Konzert in der Martinskirche. Mit feierlicher Musik, fröhlichen Kinderstimmen und traditionellen Melodien trugen die Akteure einen festlichen Glanz in die Abendstunden des zweiten Advents.

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NICOLE MOHN

Mit dem Eröffnungschor aus Camille Saint-Sa‰ns Oratorio de No‰l grüßte der Gemischte Chor des Liederkranzes Kirchheim unter der Leitung von Professor Rolf Hempel die zahlreich erschienenen Zuhörer im mächtigen Schiff der Martinskirche von der Empore herab. Das strahlende Werk des französischen Komponisten, der durch den "Karneval der Tiere" bekannt ist, setzte den konzertanten Rahmen für das große Adventskonzert.

Von der Höhe herab sang der Chor mit Ralf Sach an der Orgel und Ute Ursula Hitzler als Sopran-Solistin Mozarts "Laudate Dominum" aus dem "Vesperae solennes de confessore Dominus". Das anspruchsvolle Stück forderte den Sängern einiges ab. Deutlich flüssiger erklang da Reichardts "Heilige Nacht".

Etwas eingeschüchtert zeigten sich die Kinder vom Schulchor der Alleenschule und den Albspatzen des Liederkranzes Schopfloch, als sie vor dem Altar der Martinskirche zu ihrem Auftritt Aufstellung nahmen. Doch die erste Unsicherheit legten die kleinen Sänger schnell ab. Mit ihren frischen Stimmen ließen sie unter der Leitung von Martina Michaela Sturm den "Kleinen Stern" von Ralf Grössler funkeln, tanzen und hüpfen. Die fröhlichen Gesichter brachten Farbe in das etwas düster wirkende Kirchenschiff. Ein besonderes Highlight war auch das instrumentale Intermezzo mit dem jungen Cellisten Valerian Cimniak. Der Gewinner des Regionalpreises bei Jugend musiziert 2004 begeisterte, begleitet von seinem Vater Dr. Ulrich Cimniak am Klavier, mit zwei Fantasiestücken von Robert Schumann.

Populär ging es im Anschluss mit dem Gemischten Chor weiter: Zur Melodie des Sonettes Green Sleeves ertönte das eingängige "Ganz still und leise". Beim "Amen" ließen sich der Chor und Solist Wolfgang Dürr von den Gospelrhythmen mitreißen. Bing Crosbys berühmte "Weiße Weihnacht", von Irving Berlin für den Musikfilm Holiday Inn geschrieben, schloss der Chor (Solo: Karl Bierbaum) den Block der zeitgenössischen Weihnachtsliedern.

Traditionell ging es weiter: Die Klassiker "Süßer die Glocken nie klingen" und "O du fröhliche" verlockten zum leisen Mitsummen, entfachte das strahlende "Gloria in excelsis Deo" das Feuer in den Stimmen der Sänger. Beim schönen "Ave Glöcklein" sang der Chor nochmals in Zwiesprache mit der Sopranistin Ute Ursula Hitzler.

Beim "Tollite hostias" schloss sich schließlich der Kreis. Der Schlusschor aus dem Oration de No‰l setzte den gekonnten Schlusspunkt unter ein weihnachtliches Konzert mit vielen Glanzpunkten. Bevor die Zuhörer auseinandergingen, setzte sich Bezirkskantor Ralf Sach, der die Sänger bei vielen Stücken an Orgel und E-Piano begleitet hatte, noch einmal ans Manual, um den Abend mit der Sonate VI "Pastorella" von Schnizer stimmig ausklingen zu lassen.