Lokales

Feucht-fröhliche Stunden

Auf dem Kirchheimer Weindorf geht es jeden Abend eng und gemütlich zu

Kirchheim. Darf‘s bodenständiger „Backsteinkäse mit Musik“ sein oder geschmelzte Maultaschen mit Kartoffelsalat? Oder werden die Geschmacksnerven eher durch „Warme

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irene strifler

Datteln im Speckmantel“ gereizt und durch flambierten Apfel-Flammkuchen abschließend wieder besänftigt? Wie wär‘s vielleicht mit einem frischen Salatteller oder aber einem deftigen Versperteller aufm Brettle, Obstler inklusive? – Fest steht: Wer das 20. Kirchheimer Weindorf auf dem Rollschuhplatz besucht, hat wahrlich die Qual der Wahl.

Das umfangreiche Angebot beschränkt sich beileibe nicht nur auf die Speisen. Das Weindorf verdiente seinen Namen nicht, wenn nicht Weinliebhaber aller Art voll auf ihre Kosten kämen. Freunde schwäbischen Trollingers schwelgen ebenso im Glück wie die Liebhaber von spritzigem Weißherbst aus dem Kaiserstuhl. Natürlich dominieren die heimischen Tröpfchen, doch letztlich ist die ganze Welt des Weines vertreten, vom Grünen Veltliner aus Österreich über spanischen Rioja bis zum aus­tralischen Shiraz.

Doch bevor die Kehle benetzt und der Bauch gefüllt wird, gilt es zunächst, eine Entscheidung zu treffen zwischen den Lauben von „Bären“, „Wilder Mann“ und „PSSST“. Wer frühzeitig Pläne schmiedet, ist klar im Vorteil: Abend für Abend sind die Lauben gerammelt voll, getreu dem Motto „Ruck a bissle, druck a bissle“ von Akkordeonspieler Lothar Wolf.

Reservieren ist also Pflicht für alle, die einen Abend auf dem 20. Weindorf genießen wollen. Und das sind viele. Beileibe nicht nur aus Kirchheim rücken ganze Firmenbelegschaften, Seniorenkreise, Krabbelgruppen und viele andere mehr an, um sich auf dem Rollschuhplatz zu amüsieren.

Für manch einen gehört der Weindorfbesuch im August fest zum Terminkalender. Feucht-fröhliche Stunden sind garantiert, und das bezieht sich keineswegs auf die Witterung am gestrigen Freitag. Petrus kann nämlich den Weindorfpilgern keinen Strich durch die Rechnung machen, sitzt es sich doch dicht gedrängt unter schützenden Dächern umso gemütlicher. Da macht es auch nichts, dass die Wetterfrösche fürs Wochenende keinen Hochsommer voraussagen.

Wer das Weindorf noch nicht besucht hat, hat dazu noch bis zum Sonntag, 24. August, Gelegenheit. Los geht es jeweils um 17 Uhr. Die Bären-Laube nimmt unter der Telefonnummer 01 79/6 73 15 21 Reservierungen entgegen, die Pssst-Laube unter 01 62/9 32 66 25 und die Wilder Mann-Laube unter der Rufnummer 01 76/53 01 94 77.