Lokales

Feuermachen mit Stein, Stahl und Zunder

BEUREN Am Dienstag, 31. Oktober, zeigt Museumspädagoge Jörg Dehlinger im Freilichtmuseum des Landkreises Esslingen in Beuren von 13 bis 16 Uhr in mehreren Vorführungen unter dem Titel "Feuermachen mit Stein, Stahl und Zunder", wie vor 200 Jahren das Herdfeuer in der Küche entzündet wurde. Keine ganz einfache Sache.

Anzeige

Benötigt wurde ein Feuerschläger, ein in Eiswasser gehärteter und deshalb besonders spröder Stahl. Außerdem waren ein Feuerstein aus sehr hartem, feinkristallinem Quarz der Urzeit und Zunder zur Hand. Als Zunder eignet sich beispielsweise Rohrkolbensamen, verkohltes Leinen oder der sprichwörtliche Zunderschwamm, ein brauner Röhrenpilz, der hauptsächlich an Buchen und Birken zu finden ist.Das Feuermachen war von elementarer Bedeutung, war beispielsweise zum Kochen, zur Beleuchtung für die kalten Winter oder für den großen Waschtag unentbehrlich. Erst die Erfindung des Streichholzes 1833 machte Feuer schnell und unkompliziert verfügbar. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

la