Lokales

Feuerwehr ist rasch zur Stelle

Eindrucksvolle Hauptübung der Freiwilligen Feuerwehr Kirchheim, Abteilung Jesingen vor großer Zuschauerkulisse

Ein Pkw-Brand, der auf das Rathaus übergriff und die Rettung eingeschlossener Personen erforderlich machte, war der Schwerpunkt der Hauptübung der Freiwilligen Feuerwehr Kirchheim, Abteilung Jesingen. Welchen hohen Stellenwert die Wehr bei der Bevölkerung besitzt, kam durch ihr großes Interesse zum Ausdruck.

Personenrettung und Brandbekämpfung waren die Schwerpunkte bei der Hauptübung.Foto: Karl Stolz
Personenrettung und Brandbekämpfung waren die Schwerpunkte bei der Hauptübung.Foto: Karl Stolz

Karl Stolz

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Kirchheim. Ein direkt vor dem Rathauseingang geparktes Auto gerät durch einen technischen Defekt in Brand, der sich rasch zu einem Vollbrand mit enormer Rauchentwicklung ausbreitet. Durch die große Hitzeentwicklung birst ein Fenster im Erdgeschoss, sodass das Feuer auf die Amtsstube übergreift. Zu allem Unglück ist die Rathaustüre offen und der dichte Brandrauch kann ungehindert ins Gebäude eindringen. Somit ist für die im Obergeschoss befindlichen vier Beschäftigten und zwei Besucher der Fluchtweg abgeschnitten. Einer der Eingeschlossenen erleidet zudem eine Herzattacke – so weit die Übungsannahme.

Schon kurz nach der Alarmierung durch die Feuerwehrleitstelle Esslingen traf als erstes Fahrzeug der Einsatzleitwagen ein. Einsatzleiter Matthias Frasch verschaffte sich rasch einen Überblick an der Einsatzstelle und wurde dabei in Kenntnis gesetzt, dass sich mehrere Personen im Gebäude befinden. Weiter wies er den rasch nachfolgenden Fahrzeugen, dem Tanklöschfahrzeug 20/30, dem Löschfahrzeug 8, dem Löschfahrzeug 16/TS und der Drehleiter 23/12 ihre Position zu.

Der Angriffstrupp des Tanklöschfahrzeugs begann unverzüglich, mit dem Schaumrohr den Pkw-Brand zu bekämpfen, während der Wassertrupp dem Feuer im Erdgeschoss zu Leibe rückte. Zeitgleich leitete der Angriffstrupp des Löschfahrzeuges 8 die Rettung der Personen aus dem ersten Obergeschoss über die Steckleiter ein, während der Wassertrupp zur Unterstützung der Brandbekämpfung ins Erdgeschoss beordert wurde und der Schlauchtrupp eine Löschwasserversorgung aufbaute.

Bei ihrem ersten Hauptübungseinsatz der neuen Drehleiter 23/12 der Abteilung Kirchheim galt es, die bewusstlose Person sowie weitere drei Personen aus dem ersten Obergeschoss in Sicherheit zu bringen. Hierbei war die schnelle Einsatzbereitschaft der Drehleiter zur Personenrettung besonders eindrucksvoll.

Der Angriffstrupp des Löschfahrzeuges 16/TS war als Sicherungstrupp eingeteilt, während der Wasser- und Schlauchtrupp zuerst die Wasserversorgung sicherstellte und danach eine Riegelstellung zu den Nachbargebäuden aufbaute.

Der gesamte Übungsablauf wurde von Abteilungskommandant Andreas Bezler fachkundig und detailliert kommentiert. Somit waren die Zuschauer, unter ihnen Ortsvorsteher Michael Möslang, Ortschaftsräte, Stadtbrandmeister Roland Schultheiß, sein Stellvertreter Michael Briki, die Abteilungskommandanten aus Kirchheim, Nabern und Ötlingen sowie Ehrenkommandant Hugo Carrle, stets auf dem aktuellen Stand des Übungsgeschehens.

Zügig lief das Einsatzgeschehen, sowohl die Personenrettung als auch die Brandbekämpfung, ab. Somit konnte schon nach kurzer Zeit die Meldung „Feuer aus“ ausgegeben werden. Im Anschluss an die Übung erfolgte noch eine Vorstellung der neuen Drehleiter mit ihren zahlreichen technischen Finessen.

Bei der Übungsbesprechung im Feuerwehrgerätehaus bedankte sich Abteilungskommandant Andreas Bezler bei Ortsvorsteher Michael Möslang für die Bereitstellung des Übungsobjektes, bei seinem Stellvertreter Matthias Frasch als Einsatzleiter, bei Christian Göbel für die Ausarbeitung der Übung sowie bei allen Einsatzkräften.