Lokales

Feuerwehrnachwuchs zeigt sich von seiner besten Seite

Lob und Anerkennung ernteten die Jugendfeuerwehren der fünf Abteilungen nicht nur von Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker für ihre Leistungsstärke bei der Hauptübung am vergangenen Samstagnachmittag bei der Firma Makino im Industriegebiet Kruichling.

KARL STOLZ

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KIRCHHEIM

Nur der Wettergott machte ein betrübtes Gesicht, als Abteilungskommandant Thomas Daginnus die zahlreichen Zuschauer zur Hauptübung der Jugendfeuerwehren der Abteilungen Kirchheim, Jesingen, Lindorf, Nabern und Ötlingen willkommen hieß. Übungsannahme war ein Brand in der Produktionshalle der Firma Makino mit vier eingeschlossenen Personen im Verwaltungsbau.

Nach der Alarmierung traf als erstes Fahrzeug der Mannschaftstransportwagen aus Lindorf an der Einsatzstelle ein. Von diesem Fahrzeug aus wurde der Einsatz der Übung koordiniert, als Einsatzleiter fungierte hierbei Alexander Weiß. Dem ersten Löschfahrzeug 8/6 der Abteilung Lindorf wurde die Aufgabe der Menschenrettung übertragen, später bauten sie eine Riegelstellung auf, um ein Übergreifen des Feuers auf den Verwaltungtrakt zu verhindern. Sehr zügig gingen die Einsatzkräfte ihre Aufgabe an. Rasch drang man zu den Eingeschlossenen vor und konnte sie in Sicherheit bringen.

Mit einer Drehleiter 18 und dem Löschfahrzeug 8/6 rückte die Abteilung Ötlingen an. Über die Drehleiter wurde die Brandbekämpfung an der Produktionshalle aufgenommen, ebenso von der Besatzung des Löschfahrzeugs. Hierzu mussten zuvor die entsprechenden Versorgungsleitungen vom öffentlichen Wassernetz aufgebaut werden.

Die Jugendfeuerwehr der Abteilung Kirchheim rückte mit dem Löschfahrzeug 16, die Naberner Feuerwehr mit dem Löschfahrzeug 8/6 an. Von der Einsatzleitung erging an die Kirchheimer Jugendfeuerwehr der Einsatzbefehl, die Brandbekämpfung der Produktionshalle von der Nordseite her aufzunehmen, während der Naberner Feuerwehrnachwuchs von der Ostseite gegen das Feuer anzugehen hatte. Die Besatzung des Jesinger Tanklöschfahrzeuges 20/30 musste eine Riegelstellung von der Ostseite her zum Verwaltungstrakt errichten und die Brandbekämpfung in der Produktionshalle aufnehmen. Zahlreiche C-Rohre waren nunmehr auf das Brandobjekt gerichtet, sodass dieser massive Löschangriff von mehreren Seiten alsbald seine Wirkung nicht verfehlte.

Sehr fachkundig wurden die Zuschauer, unter ihnen Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker, die Ortsvorsteher von Lindorf und Ötlingen, von Thomas Daginnus über den Übungsablauf informiert. Alle Jugendlichen legten sich mächtig ins Zeug und zeigten mit großem Engagement eindrucksvoll, was ihnen in einer fundierten Ausbildung beigebracht worden war. Der Beifall der Übungsbeobachter war mehr als verdient.

Bei der anschließenden Übungsbesprechung in Lindorf zeigte sich Abteilungskommandant Thomas Daginnus sehr erfreut über den Übungsablauf und bedankte sich nicht nur für die detaillierte Ausarbeitung der Übung, sondern auch bei der Firma Makino für die Bereitstellung des Gebäudes als Übungsobjekt, sondern auch bei allen Teilnehmern für ihren Einsatz. Der stellvertretende Abteilungskommandant Alexander Weiß als Einsatzleiter ließ den Übungslauf noch einmal Revue passieren.

Anerkennende Worte richtete Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker an die Jugendfeuerwehren. Sehr beeindruckt habe sie das Zusammenwirken der einzelnen Abteilungen bei der Übung. "Hut ab, es war toll". Sie bedankte sich bei allen Beteiligten und sagte voller Optimismus "Mit diesen Jugendfeuerwehren kommt was Tolles nach".