Lokales

Filigrane Stahlbrücken

Schlierbacher Gemeinderat verabschiedet Ausführungsplanung

Vier marode Fußgängerstege über verschiedene Bäche in Schlierbach müssen ersetzt werden. Bereits im vergangenen Jahr hatten sich Gemeinderat und Verwaltung auf die anstehenden Sanierungsarbeiten verständigt. In seiner jüngsten Sitzung verabschiedete der Gemeinderat die aktuelle Ausführungsplanung.

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Volkmar Schreier

Schlierbach. Etwa 199 000 Euro werden die vier Brücken zusammen kosten. „Der Wunsch war, alles aus Metall zu machen“, rekapitulierte Bürgermeister Paul Schmid die Debatte im vergangenen Jahr. Damals hatte der Rat hitzig darüber diskutiert, ob denn nun Stahl oder Holz als Baustoff verwendet werden solle. Folglich sieht die zur Abstimmung gestellte Ausführungsplanung nun Fußgängerstege aus Stahl vor. Auch der Belag der Stege soll aus Metall anstatt aus Asphalt gefertigt werden, denn so kann das Problem des unterschiedlichen Ausdehnungsverhaltens von Metall und Asphalt vermieden werden.

„Wir würden uns mit diesem Vorschlag im vorgegebenen Kostenrahmen bewegen“, erklärte Paul Schmid und verwies nochmals auf die im Haushaltsplan eingestellte Summe von 200 000 Euro für die Baumaßnahme. Drei der Brücken werden etwas billiger werden als die pro Bauwerk veranschlagten 50 000 Euro, während die Schnellhof-Brücke etwas teurer wird. Grund dafür seien die in dieser Brücke verlaufenden Versorgungsleitungen, die ebenfalls neu verlegt werden müssten, so Schmid.

Während sich der Bürgermeister nicht mehr in eine Diskussion über das Aussehen der Bauwerke hineinbegeben wollte – Schmid hatte im vergangenen Jahr nachdrücklich dafür geworben, die Brücken durch Verwendung von Holz gestalterisch aufzuwerten – befand Marco Emmert von der CDU die vorgestellte Stahlkonstruktion als gelungen. „Das ist eine filigrane Lösung, die etwas hermacht“, so Emmert.

August Leins von den Freien Wählern machte nochmals deutlich, dass im Zuge der nun folgenden Ausschreibung der Arbeiten besonders die ortsansässigen Unternehmen berücksichtigt werden sollten. Ein Wunsch, der im Ratsgremium auf ungeteilte Zustimmung stieß. Der Gemeinderat beschloss einstimmig, die Ausführungsplanung zu genehmigen und beauftragte die Gemeindeverwaltung, die Arbeiten zügig auszuschreiben.