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Finanzierung geklärt

Wie schon beim einmütigen Aufstellungsbeschluss im Dezember vergangenen Jahres, erfolgte nun auch der Satzungsbeschluss für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan "Nördliche Gaisgasse" einstimmig.

WOLF-DIETER TRUPPAT

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KIRCHHEIM Die im Dezember quer durch alle Fraktionen empfundene Freude darüber, dass die Firma Apparatebau Kirchheim auch künftig ihre Produktion an ihrem hisherigen Standort im Herzen der Stadt fortführen will, hält offensichtlich weiterhin unverändert an.

In diesem dem Wohnen und Arbeit gewidmeten Mischgebiet ist eine flussbegleitende dreigeschossige Bebauung vorgesehen. Damit kann die Firma am bisherigen Standort bleiben und die Produktion in neuen Räumen fortsetzen. Nach dem Auslegungsbeschluss im April lag der vorhabenbezogene Bebauungsplan vom 9. Mai bis zum 10. Juni zur Einsichtnahme aus. Parallel zu dem formellen Verfahren wurden auch die Randbedingungen für das erforderliche Wasserrechtsverfahren in den Grundzügen bereits mit dem Landratsamt Esslingen abgestimmt.

Wie Planungsamtsleiter Dr. Oediger den Gremiumsmitglieder aufzeigte, ist das Wasserrechtsverfahren inzwischen abgeschlossen. Änderungen der ursprünglichen Planung haben sich nur bei Details ergeben, wie etwa der künftigen Höhenlage des Uferweges entlang der Lauter und bei der Anlage eines privaten Kinderspielplatzes im Südosten des Plangebiets.

Änderungen haben sich auch im Durchführungsvertrag ergeben. Zunächst war vorgesehen, dass die Stadt die Modellierung, Bepflanzung und das Anlegen eines Weges im Böschungsbereich zwischen Flussterrasse und Jahnstraße übernimmt und die Bauherren einen Anteil von rund einem Viertel dieser Kosten tragen. Die durch die Neubaumaßnahme erforderlichen Eingriffe in die Böschung und die Gestaltung des Geländes ab Oberfläche Tiefgarage bis Bachniveau übernimmt das Unternehmen.

Dabei war der Argumentation gefolgt worden, dass die geplante Neugestaltung der Böschung zwar für eine Wohnbebauung eine Aufwertung bedeute, für einen Gewerbetrieb aber keinen Vorteil darstelle, sondern eine indirekte Erhöhung des Kaufpreises, der letztlich die Grundlage der Entscheidung für diesen Standort war. Schließlich war auf Bauherrenseite davon ausgegangen worden, dass zu dem vereinbarten Preis ein voll erschlossenes Grundstück erworben wird.

Vereinbart ist außerdem, dass die Aushubmaßnahmen gutachterlich begleitet werden. Die Kosten für das ordnungsgemäße Entsorgen möglicherweise anzutreffenden kontaminierten Bodenmaterials werden durch die Stadt übernommen.