Lokales

Findeisen jetzt Bundestagskandidat

Jochen Findeisen aus Schlaitdorf, stellvertretender Kreisvorstandssprecher der WASG im Kreis Esslingen und Jurist, ist jetzt von den Mitgliedern der neuen "Linkspartei" auf deren Wahlkreisversammlung als Direktkandidat für den Bundestagswahlkreis Nürtingen gewählt worden.

NÜRTINGEN Jochen Findeisen, der auch schon zuvor von der WASG-Mitgliederversammlung ohne Gegenstimmen für diese Kandidatur vorgeschlagen wurde, ist als Mitglied von Attac-Nürtingen und aktives Mitglied der Gewerkschaft ver.di bekannt. Seine Positionen gegen die aktuelle neoliberale Politik aller bisherigen Bundestagsfraktionen und gegen die Angriffe auf tarifliche Rechte der Arbeitnehmer, wird er auch im Wahlkampf vertreten.

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Er werde aber auch die notwendigen Alternativen zu dieser perspektivlosen Politik im Wahlkampf bekannt machen, stellte er klar. Als aktiver Betriebsrat tritt er schon seit langen Jahren für Tarifautonomie ein. Eine Politik, die sich gegen Erwerbslose und ihre Angehörigen richtet, aber nicht gegen die Arbeitslosigkeit, hält er für schändlich. Alle Verschlechterungen, die durch die "Hartz-Gesetze" auf dem Rücken der Erwerbslosen durchgesetzt wurden, müssten rückgängig gemacht werden. Mit den Steuermodellen der Solidarischen Einfach Steuer (SES), die auch von den Gewerkschaften ver.di und IG-Metall sowie von Attac unterstützt werden, könnten wieder die Finanzen zur Verfügung stehen, die für die Bildung und die öffentlichen Investitionen dringend benötigt werden, bevor bei den Kommunen noch weiter die Lichter ausgehen.

Der Kreisvorstand stellt fest, mit der Umbenennung in "Die Linkspartei" und der Wahl von Uli Maurer als baden-württembergischer Spitzenkandidat, habe die ehemalige PDS im Land signalisiert, dass sie genauso wie die WASG die Notwendigkeit sieht, sich gemeinsam mit allen Kräften für einen Politikwechsel einzusetzen. Durch eine wirksame Opposition im Bundestag, zusammen mit der breiten Unterstützung aus allen Bereichen der Gesellschaft, könnten wieder Alternativen Gehör finden. Dass alle großen Parteien Zugeständnisse in ihren Wahlversprechen an eine sozialere Politik machen mussten, sei jetzt schon das Verdienst dieses Wahlbündnisses.

pm