Lokales

Flammen zerstören ein Wohn- und Geschäftshaus in Kirchheim

Schwarz-gelbe Rauchschwaden verdunkelten gestern Abend den Himmel über Kirchheim: In der Jesinger Straße hatte ein Mehrfamilienhaus mit Gebrauchtwagenhandel Feuer gefangen und brannte lichterloh.

BIANCA LÜTZ

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KIRCHHEIM Gegen 18.30 Uhr brach das Feuer aus. Kurze Zeit später drängten sich bereits Scharen von Schaulustigen rund um die Polizei-Absperrungen in der Jesinger Straße, um einen Blick auf die lodernden Flammen zu ergattern. Ein Polizeihubschrauber kreiste über der Stadt und per Radio wurden die Einwohner aufgefordert, sämtliche Fenster und Türen zu schließen. Die Feuerwehr Kirchheim war mit rund 90 Männern und 17 Fahrzeugen der Abteilungen Stadtmitte, Jesingen und Ötlingen im Einsatz. Sie kämpften von beiden Seiten des Hauses mit Drehleitern und Schläuchen gegen die Feuersbrunst an. Durch den massiven Einsatz konnte die Brandausdehnung in dem Gebraucht-Fahrzeughandel begrenzt werden, das Wohnhaus wurde durch die Flammen ebenso wie zwei weitere Nebengebäude schwer beschädigt.

Mitteilungen der Feuerwehr zufolge wurden sechs Bewohner des Gebäudes ins Krankenhaus eingeliefert. Laut Thomas Pitzinger, Leiter des Kirchheimer Polizeireviers, hatte es eine Person aus eigenen Kräften nicht mehr geschafft, das Haus zu verlassen. "Sie wurde von Polizei und Feuerwehr gerettet", so Pitzinger. Auch ein Feuerwehrmann musste in die Klinik eingeliefert werden: Er zog sich Verbrennungen an der Hand zu.

Um 19.45 Uhr hatten die Feuerwehrleute den Brand schließlich unter Kontrolle, die Löscharbeiten zogen sich jedoch noch bis in die Nachtstunden hinein. Luftmessungen ergaben, dass trotz des dichten Brandrauchs, der sich über die Stadt gelegt hatte, keine zulässigen Grenzwerte überschritten wurden. Im Einsatz war auch der Umwelt-Messzug des Landkreises Esslingen mit drei Fahrzeugen sowie das Deutsche Rote Kreuz mit sieben Fahrzeugen, vier Ärzten und 28 Sanitätern. Helfer des Technischen Hilfs-werkes aus Kirchheim leuchteten die Brandstelle aus. Vor Ort anwesend war zudem Kirchheims Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker: Sie informierte sich über die aktuelle Lage am Brandort. Unklar ist bislang noch, was das Feuer verursacht hat. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen bereits aufgenommen. Dass es in Kirchheim solch einen großen Brand gegeben hat, ist laut Stadtbrandmeister Schultheiß "schon eine ganze Weile her". Der Polizei zufolge ist das Haus so stark zerstört worden, dass es nicht mehr bewohnbar ist. Der Sachschaden liegt nach ersten Schätzungen bei weit über 100 000 Euro. Bis morgen soll die Jesinger Straße gesperrt bleiben. Es gibt eine örtliche Umleitung.