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Flucht aus der Talsohle

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Zu den Artikeln "Rente Vor zweiter Nullrunde" und "Regierung und Union einigen sich auf Maßnahmen gegen die Arbeitslosigkeit Große Koalition für neue Jobs", im Teckboten vom 18. März:Gerade aus den Reihen von Rot-Grün gab es in der Vergangenheit den steten Hinweis, wie es andere Länder geschafft haben, aus der Talsohle zu entfliehen. Waren es so wie bei uns jene Reformen wodurch kaum etwas übrig blieb für den täglichen Konsum, der einmal mehr richtungsgebend für Aufschwung und Schaffung neuer Arbeitsplätze ist. Oder meinten der Kanzler und sein Gefolge jene Maßnahmen dieser Länder, wie bei unserem Nachbarn Frankreich, der seine Rentenempfänger folgende Nachricht zukommen ließ. "Votre Retraite en 2005. Les retraites sont revalorisees de deux pourcent." Von den Mächten der Medien wird das Volk nun bejubelt. "Das Frühjahr kommt voll Sonnenschein und mit ihm das Zauberwort Job-Gipfel".

Markante Worte des Kanzlers sollten nicht ablenken von einer billigen Farce von nicht erfüllbaren und realisierbaren Fakten.

Jeder Bauer in der tiefsten Provence begreift mit Kürzungen Einschnitte so wie es der derzeitige Arbeitgeberpräsident Hundt wünscht die beim Verbraucher zu einer Leere seines Geldbeutels führen, wird es weder Aufschwung noch neue Arbeitsplätze für die Zukunft geben. Noch haben wir einen gut florierenden Exportmarkt, was wir aber dringend benötigen ist ein solider Binnenmarkt der aber mit Hartz IV, Billig- und Ein-Euro-Jobs nie zu schaffen ist. Nur dieses Erkennen mit dementsprechender Weichenstellung wird uns aus dem Tal der Finsternis zu mehr Sonnenschein führen und auch jenen Bürgern, die im Abseits der Arbeitslosigkeit stehen, Hoffnung auf ein besseres Leben im Kreise ihrer Familien geben.

Volker Lechner

Kirchheim, Bosslerstraße

Große Politik undMikrokosmos Kommune

Zur Diskussion um die Zukunft der Eduard-Mörike-Halle in Ötlingen:

"Es ist erstaunlich, wie die Vorgänge in der großen Politik und dem Mikrokosmos Kommune, trivialen Vorgängen gleichen. Dank den Parteien ist es gelungen, unsere Diskussionskultur enorm zu steigern und das Wesentliche in den Hintergrund und den Kampf gegeneinander in den Vordergrund zu stellen, wie es die Geschichte vom Wasserrohrbruch zeigt.

In einem Mietshaus mit vielen Parteien ist ein Rohrbruch im Keller. Die Bewohner treffen sich dort. Man sieht, dass nur der Haupthahn zu schließen ist. Jetzt beginnt eine Debatte, wer den Wasserhahn schließen darf. Die Mietparteien werden sich nicht einig und bilden einen Ausschuss, der dann ein Gutachten, Rechtsauskunft und einen Versicherungsberater anfordert. Das Wasser steigt und keiner kann den Haupthahn mehr finden. Alle kommen jämmerlich um.

Dies ist meine Meinung zum Thema Demokratie und Mörike-Halle. Drum merke: Nur Taten wirken und nicht Geschwafel, Herr Opferlamm." Dietrich Sigel Kirchheim, Stuttgarter Straße

Wir brauchen die Halle

Zur Diskussion um die Zukunft der Eduard-Mörike-Halle:

Ich, als Erste Vorsitzende vom Förderverein der Eduard-Mörike-Schule sage: Wir brauchen die Halle. Im September ist immer Einschulung, wenn es regnet, muss ich in die Halle ausweichen können. In der neuen Halle können wir keine Biergarnituren aufstellen, sonst wird der Boden beschädigt. Wer soll für die Beschädigung aufkommen?

Eine Küche ist auch nicht drin. Ich hoffe, dass wir die Halle erhalten können. Die ganzen Veranstaltungen von den Ötlinger Vereinen würden sonst auf der Straße sitzen und wir auch. Ich hoffe und spreche im Namen des Fördervereins der Eduard-Mörike-Schule, dass wir eine Lösung finden. Edith Janßen Stuttgarter Straße, Ötlingen

Ich habe einen Traum

Ich träume von der Stadt Kirchheim, die seit dem Bau der Tiefgarage Schweinemarkt Hunderte von Parkplätzen verloren hat. Ich träume davon, dass viele Auswärtige Kirchheim die freundliche Einkaufsstadt nicht mehr "parkfreundlich" finden und andere Städte zum Einkaufen aufsuchen.

Ich träume aber auch von einfallsreichen Menschen in Stadtverwaltung und Stadtrat, die sich nicht hinter teuren Gutachten und Untersuchungen verstecken, sondern die Gunst der Stunde nutzen, die Ärmel hochkrempeln und unbürokratisch, dafür bürgernah, die fehlenden Parkplätze schaffen. In meinem Traum sehe ich Autos entlang eines Alleenrings parken, der zu Deutschlands größtem Kreisverkehr umfunktioniert wurde.

Ich träumte nicht von großen, geldverschlingenden Umbauten, sondern von einfachen Umleitungsschildern, die versuchsweise prüfen sollen, ob ein Kreisverker dieser Größe dem städtischen Alltag nützt. Ich habe nur einen Traum.

Uli Kreyscher

Kirchheim, Max-Eyth-Straße