Lokales

Flugsport hautnah

Im "Monat des Albtraufs" lud die Regio Stuttgart Marketing- und Tourismus GmbH in Gemeinschaftsarbeit mit Verkehrsverein und Kirchheim-Info Besucher gestern zu einem Blick hinter die Kulissen des Hahnweidwettbewerbs ein.

CORINNA FRITZ

Anzeige

KIRCHHEIM Trotz des schlechten Wetters fanden einige Interessierte den Weg auf die Hahnweide und durften den Piloten bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen. Der Vorsitzende der Fliegergruppe Wolf-Hirth, Hans Puskeiler, begrüßte die angemeldeten Teilnehmer. Zunächst bot sich die Gelegenheit, der Wettbewerbsleitung bei den Tagesvorbereitungen zuzuschauen. Dr. Abi Kießling, der sportliche Leiter, erklärte zunächst, wie er die Tagesaufgaben auswählt. Daraufhin zeigte der Meteorologe für den Wettbewerb auf, wie er zu seiner Wetterbeurteilung kommt.

Den Teilnehmern war nun klar, dass ein Segelflugwettbewerb auch eine logistische Herausforderung ist. Nur im perfekten Zusammenspiel zwischen Meteorologe und Sportleiter können die passenden Aufgaben bestimmt werden, um einen erfolgreichen Wettbewerbstag, mit möglichst großen, aber machbaren Strecken verbuchen zu können. Da das Briefing wegen des schlechten Wetters verschoben werden musste, führte Hans Puskeiler die Besucher ins Auswertungsbüro. Das optimierte Computerprogramm, mit dem die Flüge zur Wertung gebracht werden, beeindruckte die Teilnehmer.

Nach diesem Blick in das logistische Herz des Wettbewerbs war es an der Zeit, die Flugzeuge genauer zu betrachten. Unter der Führung fachkundiger Piloten lernte die Gruppe die verschiedenen Flugzeugtypen näher kennen. An den verschiedenen Maschinen wurden die Unterschiede der einzelnen Wettbewerbsklassen erläutert.

Pünktlich um 12 Uhr fand dann mit dem Pilotenbriefing ein weiterer Programmpunkt statt. Dabei bekam man hautnah mit, wie die Piloten sich über Wetter, Strecke und den Start informieren und sich so auf ihre Aufgabe vorbereiten. Anschließend hätte der Leckerbissen des Tages auf dem Programm gestanden: Ein Rundflug um die Hahnweide. Doch das Wetter machte diesem Vorhaben einen Strich durch die Rechnung. Bei strömendem Regen hatten die Gäste stattdessen Zeit, sich kulinarischen Leckerbissen zu widmen.

Trotz des schlechten Wetters war das Interesse unter den Teilnehmenden groß. Bis 15 Uhr harrten viele vergebens aus, um doch noch den Start der eleganten Gleiter miterleben zu können. Eine Geduld, die leider nicht belohnt wurde. Für Hans Puskeiler war dieser Tag auf der Hahnweide trotzdem ein erfolgreicher: Der Chef der Kirchheimer Fliegergruppe weiß um die Bedeutung, den Segelflugsport der Öffentlichkeit näher zu bringen. Zumindest dies war den Veranstaltern an diesem Tag sehr wohl gelungen.