Lokales

Fortbestand gesichert

"Die beiden Diakonieläden in Esslingen sind eine Erfolgsgeschichte", so Dieter Kaufmann, Dekan des Evangelischen Kirchenbezirkes.

ESSLINGEN "Wir machen seit Jahren keine Verluste", betont auch Dietmar Bauer-Sonn, der Leiter der Diakonischen Bezirksstelle Esslingen, die die beiden Läden in der Milchstraße und am Ottilienplatz trägt.

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Im Gegenteil, man erwirtschafte Überschüsse, die sozialen Projekten zu Gute kommen. "Dadurch ist es uns möglich, mehr arbeitslose Menschen zu qualifizieren", sagt Bauer-Sonn. "In Zeiten, in denen immer mehr Menschen in Armut leben und die Arbeitslosigkeit steigt, ist die Arbeit der Diakonieläden umso wichtiger", betont Dieter Kaufmann. Dort können Bedürftige günstig gespendete Möbel, Kleider, Kindersachen und Hausrat einkaufen und Langzeitarbeitslose werden beschäftigt und qualifiziert.

Existenznöte, wie sie im Esslinger Gemeinderat angedeutet wurden, gebe es keine, so Bauer-Sonn. Davon zeuge nicht nur, dass einer der beiden Diakonieläden im Herbst von der Milchstraße in die Küferstraße umgezogen sei. Seit kurzem hat man die Verkaufsräume dort sogar erweitert und zum Erdgeschoss das komplette erste Obergeschoss angemietet. Dies hat die Verkaufsfläche auf 600 Quadratmeter mehr als verdoppelt. "Wir hätten kaum erweitert, wenn wir defizitär arbeiten würden,", gibt Bauer-Sonn zu bedenken. Vielmehr verzeichnen die Diakonieläden steigende Umsätze. Für Bauer-Sonn ein Zeichen, dass die Armut zunimmt.

Er sieht Bedarf für mehrere Einrichtungen dieser Art. "Ich bin für ein vielfältiges Angebot. Diakonieläden und Wirtschaftshilfe können gut nebeneinander existieren", ist er überzeugt.

pm