Lokales

Forum für Kreis und Kommunen

Wirtschaftsförderung, Streuobstwiesen und Umstieg auf umweltfreundliche Fahrzeuge in seiner jüngsten Sitzung befasste sich der Ausschuss für Technik und Umwelt des Esslinger Kreistags in den Haushaltsberatungen mit zahlreichen Anträgen.

ANKE KIRSAMMER

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KREIS ESSLINGEN FDP und Republikaner hatten in der Haushaltsdebatte ein Konzept des Kreiswirtschaftsförderers zur Einbindung der neuen Landesmesse beantragt. Dr. Ulrich Adam bekräftigte für die FDP die Idee, ICE-Bahnhof, Messe sowie Flughafen für den Kreis "fruchtbar zu machen". Landrat Heinz Eininger unterstrich, dass ein Präsentationsforum für den Landkreis und die Kommunen der Region Stuttgart auf der Landesmesse angestrebt werde. Derzeit liefen Verhandlungen zwischen der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart und der Betreibergesellschaft der Messe über die Einrichtung eines regionalen Infobereichs. Wie und in welchem Umfang sich Städte und Gemeinden präsentieren könnten, hänge maßgeblich vom Raumangebot ab, das die Messe dafür zur Verfügung stelle. Etwaigen Überlegungen, den Wirtschaftsförderer des Landkreises auf den Fildern anzusiedeln, erteilte Eininger jedoch eine Absage: "Er ist ja schließlich nicht nur für die Messe zuständig." Wirtschaftsförderer Markus Grupp versprach, in der Sitzung des Technischen Ausschusses am 9. März kommenden Jahres über die Verhandlungsergebnisse zu berichten und das Gesamtkonzept der Verwaltung vorzustellen.

Der REP-Antrag, den Etat für die Kreiswirtschaftsförderung um 50 000 Euro aufzustocken, fand keine Mehrheit. Abgelehnt wurde auch der Vorstoß der Fraktion, einKreismittelstandskonzept zu entwickeln, das eine Antwort auf Arbeitsplatzverluste und Betriebsaufgaben gibt.

Dagegen wird die Verwaltung künftig gemäß einem Antrag der Grünen bei Neuanschaffungen prüfen, ob Fahrzeuge für den Landkreis infrage kommen, die mit Biodiesel, Bioethanol, Biogas oder mit Erdgas betrieben werden, beziehungsweise einen Hybridantrieb haben. Ebenfalls grüne Handschrift trägt der Vorschlag, im Landratsamt Leuchten mit Röhren auszustatten, die einen geringeren Stromverbrauch als herkömmliche haben. Der Kreisverwaltungschef sagte zu, die Umsetzbarkeit zu prüfen. "Wenn sich die Ausgabe in fünf Jahren amortisiert, bin ich bereit mitzumachen", so Eininger.

Nach eingehender Diskussion fand der Vorschlag der FDP, eine Begehung zu organisieren und einen Bericht über den Zustand der Streuobstwiesen im Kreis zu erstellen, keine Mehrheit. Im Rahmen seiner Möglichkeiten sei der Landkreis im Bereich des Naturschutzes und der Landschaftspflege bereits tätig, lautete eines der Argumente des Verwaltungschefs. Es müsse darum gehen, die Rahmenbedingungen für die Pflege der Streuobstwiesen zu verbessern, so beispielsweise, dass auch die Besitzer kleinerer Parzellen an Teile von Gemeinschaftsschuppen herankämen. Darüber hinaus hielt Eininger es für notwendig, im Zusammenhang mit Ausgleichsmaßnahmen künftig auch die Pflege der Flächen sicherzustellen. "Ich bin bereit, in diese Richtung einen Vorstoß zu machen."