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Fragwürdiger Fortschritt

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Zum Artikel "Informationstag im Nürtinger Krankenhaus Eine gesunde Lebensführung reduziert das Krebsrisiko", im Teckboten vom 24. Oktober:

Laut ihrem Bericht hat die moderne Medizin deutliche Fortschritte gemacht. Wie kommt es dann, dass im gleichen Satz geschrieben steht, dass Brustkrebs bei Frauen die Todesursache Nummer 1 ist? Das widerspricht sich doch. Und vor allem: Wo ist denn bitte der Fortschritt, wenn die Krankheit als Todesursache immer noch an erster Stelle steht? Im besseren "Erkennen" des Tumors und dessen Größe?

Zum Thema Vorbeugung bekommt der Leser nur allgemeingültige Floskeln aufgetischt, nichts was frau nicht schon vorher wusste. Kein Wort darüber, dass es sich bei der Erkrankung um eine Stoffwechselkrankheit handelt, die nicht von allein verschwindet. Kein Satz oder Hinweis, dass dem Körper ganz bestimmte wichtige Nährstoffe (ja, Nahrungsmittel) fehlen.

Der Schlüssel ist wirklich eine gesunde Ernährung, nur, wie die auszusehen hat, bleibt in ihrem Artikel offen, leider. Wobei der Tipp mit der Handvoll Vitaminpillen gar nicht der Schlechteste war, nur: Damit wird kein Pharmaunternehmen reich und schafft auch keine Arbeitsplätze.

Dagmar Horn

Wernau, Otto-Hahn-Straße

Mörikes Visionhat eine reale Basis

Zum Artikel "Verbindung zwischen der Blauhöhle und der Vetterhöhle entdeckt Mörikes Vision als wahr erwiesen", im Teckboten vom 30. Oktober: Das Blauhöhlen-System, das weitverzweigte "Reich der schönen Lau", wartet noch mit weiteren Überraschungen auf. Mit dem Winkelruten-Verfahren erfasse ich seit 2001 Abzweigungen dieser weiträumigen unterirdischen Vernetzung und veröffentliche diese Befunde auf der Internet-Seite www.winkelruten-Erdstrahlen.com.

Das Zusammenspiel von oberirdischer Winkelruten-Erkundung und unterirdischer Höhlenforschung erbringt schneller Ergebnisse, weil den klassischen Höhlenforschern Richtungs- und Ansatz-Empfehlungen gegeben werden können. Der Winkelruten-Gänger als "Lotse" kann bei Entscheidungen über das weitere Vordringen behilflich sein. Mit Suchkreisen auf der Albhochfläche können nicht selten noch bisher unbekannte Zugänge über Dolinen als zusätzliche Einstiege erkannt werden, die nicht nur in Notfällen von Nutzen sind. Die Erkundung von Höhlenverläufen ist auch für die Bewohner des Umlandes von Bedeutung, wenn die Höhlengänge überraschenderweise unter Baugebieten hindurchführen und dabei die Standsicherheit von Gebäuden tangieren. Mit der oberirdischen Erkundung lassen sich solche Problemzonen erfassen.

Nach meinen bisherigen Begehungen kann ich spannende Forschungsergebnisse voraussagen, da mit weiteren imposanten Hallen zu rechnen ist. Die Mühen der klassischen Höhlenforscher werden noch reichlich belohnt.

Karl Oesterle

Dettingen, Stuifenweg

Aus gehabtem Schaden nichts gelernt . . .

Zum Artikel "Kritik an Versorgungsunternehmen / Streit um Sicherheit der Netze", im Teckboten vom 7. November:

Als ich gegen Ende der 70er-Jahre zu einem Gesprächstermin bei der Feuerwehr Frankfurt Mitte eintraf, wurde mir bekundet, dass die gesamte Mannschaft zu Löscharbeiten in ein nahes Waldgebiet ausgerückt sei. Was zu diesem Zeitpunkt niemand wusste war, dass zeitgleich im fernen München zahlreiche Triebfahrzeuge der Münchener U-Bahn wegen Stromausfalls in Tunnels stecken geblieben waren. Wie ich später erfuhr, war dieser Waldbrand mindestens mit Ursache dafür. Eine von drei Ringleitungen zur Sicherung der Stromversorgung war für Wartungsarbeiten abgeschaltet worden. Eine weitere führte durch das in Brand geratene Waldgebiet und musste aus Sicherheitsgründen abgeschaltet werden. Ein Defekt an der dritten Leitung legte die U-Bahn in München teilweise lahm. Es liegt die Vermutung nahe, dass die Auswirkungen solcher Vorfälle in 30 Jahren nicht eingegrenzt werden konnten, sondern eher synchron mit der Erweiterung des europäischen Stromnetzes zugenommen haben.

Hörte man deutsche Energieversorger nicht behaupten, Ausfälle wie in New York seien hier nicht möglich, da das deutsche Netz auch jenen des europäischen Auslandes überlegen sei? Wetten, dass die nun von verantwortlichen Politikern via Luftblasen in die Mikrofone gehauchten Forderungen nach mehr Netzsicherheit und einer weiteren europäischen Behörde bald als Begründung für Preiserhöhungen herhalten müssen.

Wer sind eigentlich im Hintergund die Strippenzieher bei den Energieversorgern? Stöbert man in den Internetseiten der EnBW BW herum, stößt man ganz schnell auf Gesellschaften wie Stadtwerke Baden Baden, Stadtwerke Karlsruhe, Stadtwerke Pforzheim . . . Die Betreiber und verantwortlichen Hintermänner dieser Gesellschaften findet man sicher eher in den oberen Etagen von Kommunen oder gar auf Regierungsebene. Kommt Ihnen der Name Andreas Renner, ehemaliger Oberbürgermeister und Landesminister unter Ex-Ministerpräsident Erwin Teufel noch irgendwie bekannt vor? Seit Anfang August diesen Jahres ist er Manager bei der EnBW . . .

Herbert Woyna

Bissingen, Breitensteinstraße

Ein Schelm, werBöses dabei denkt

Zum Artikel "Kosten für Lärmschutz verärgern die Anlieger", im Teckboten vom 4. November:

Auch wir gehören zu den "Zahlenden". Wir wohnen in der Schlierbacher Straße, also am oberen Ende der Gutenbergstraße und haben nie Informationen bekommen, dass wir an einer Lärmschutzmaßnahme kostenmäßig beteiligt werden sollten wir wurden weder gefragt noch informiert. Wir haben im März 2003 den Bebauungsplan Wiesenweg eingesehen, doch wurde uns mitgeteilt, dass uns dies nicht beträfe, da sich bei unseren Grundstücken nichts ändere. Dass wir zu einer Zahlung herangezogen werden könnten, wurde uns erst im Juli durch eine Bekanntmachung im Teckboten bewusst.

Als wir bei der Stadt anriefen, wurde uns mitgeteilt, dass wir 6035 Euro zu bezahlen hätten. Die erste Informationsveranstaltung, zu der wir eingeladen wurden, fand am 10. Oktober statt, als die Baumaßnahmen schon begonnen hatten. Bei dieser Veranstaltung wurde lediglich mitgeteilt, dass wir um die Zahlung nicht herumkommen würden. Per Gesetz können Bürger ohne persönliche Information mit bis zu 95 Prozent an den Kosten solcher Projekte beteiligt werden. Wir hatten also keine Möglichkeit Einspruch zu erheben. Es war alles schon zu spät von wegen "wer bestellt, der zahlt".

Wir haben daraufhin ein Schreiben der Stadt bekommen, wonach wir einen Ablösevertrag mit der Stadt schließen könnten, 6129,32 Euro bezahlen müssten und somit den Erschließungsbeitrag abgelöst hätten. Diesen Vertrag haben wir angefordert und sollten nun 6187,02 Euro bezahlen wir fragen uns ehrlich, ob diese Zahlen gewürfelt werden?

Innerhalb eines Monats bekamen wir drei verschiedene Beiträge genannt. Wir werden diesen Vertrag nicht abschließen, das heißt wir bekommen im Februar eine Rechnung über die angefallenen Kosten. Interessant ist auch, dass wir Anwohner zwar 95 Prozent der Kosten tragen, Eigentümer dieser Lärmschutzwand ist aber die Stadt Kirchheim! Da stellen wir uns nun die Frage ob in ein paar Jahren, wenn die ersten Sanierungsmaßnahmen kommen, die Eigentumsverhältnisse wieder geändert werden? Ein Schelm, wer Böses dabei denkt . . .

Karin und Karsten Waldow

Kirchheim, Schlierbacher Straße

Die Redaktion nimmt eine sachliche Leserzuschrift, die sich auf eine Veröffentlichung in unserer Zeitung bezieht, gerne entgegen. Sie übernimmt dafür aber nur die presserechtliche Verantwortung und behält sich in jedem Fall Kürzungen vor. Leider können handschriftliche Manuskripte nicht berücksichtigt werden. Anonyme Briefe werden nicht veröffentlicht.