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Fragwürdiges Ranking Zum Artikel "Mensch ...

Fragwürdiges Ranking

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Zum Artikel "Mensch des Jahres gesucht", im Teckboten vom 21. Dezember:

Es ist und bleibt ehrenhaft, Menschen auszuzeichnen, die Beispielhaftes geleistet haben. Wie in jedem Jahr hat die Südwestpresse acht vorbildliche Personen vorgestellt. Personen, die sich uneigennützig für andere engagieren. Die gute Absicht ist nur zu begrüßen, ihr Handeln soll für andere Ansporn und Vorbild sein. Soweit so gut. Der Leser bekommt nun die interaktive Aufgabe, diese sozialen Leistungen zu bewerten. Schließlich muss es doch auch im sozialen Bereich die Topleistung geben, die über alle anderen sozialen Handlungen herausragt. Im Zeitalter des Rankings und des globalen Wettbewerbs scheint dies nur logisch zu sein.

Unter den acht ausgewählten Personen hat nun überraschend Frau Brigitte Kneher auf die Leserwahl zum Menschen des Jahres verzichtet. Sicher hat sie gespürt, dass diese sozialen Leistungen nie und nimmer zu vergleichen sind. Letztendlich zählen in unserer Mediengesellschaft die außergewöhnlichen, spektakulären Dinge mehr als der treue Einsatz im Stillen über viele Jahre hinweg. Für diesen Entschluss sollte sie zum Menschen des Jahres ausgezeichnet werden.

Hartmut Schallenmüller

Jusiweg, Kirchheim

Offene Fragen müssen erstnoch beantwortet werden

Zum Leserbrief "Die Belastungsgrenzen sind längst erreicht", im Teckboten vom 15. Dezember:

Liebe Frau Fohler, einer großen Mehrheit zu folgen hat noch nie viel Mut erfordert. In einer Minderheit eine andere, begründete Meinung zu vertreten, erfordert dagegen Mut und Rückgrat. Ich möchte in Sachen Flughafen eine Entscheidung treffen, die Hand und Fuß hat und zukunftsorientiert ist. Dafür ist mir das vorliegende Gutachten, das eigentlich eher eine Prognose der Entwicklung von Flugbewegungen und Fluggastzahlen ist, nicht ausreichend, weil es viele Faktoren unberücksichtigt lässt. Deswegen vertrete ich eine für mich als Landtagsabgeordneter und Kreisrat konsequente Linie und werde erst dann entscheiden, wenn das vom Landtag beauftragte Gutachten vorliegt und offene Fragen beantwortet. Das ist allemal mutiger, als eine übereilte, populistische Entscheidung zu treffen. Ihr Angriff per Leserbrief belegt das übrigens.

Karl Zimmermann, MdL

Brühlstraße, Nabern

Hunderte wartenauf DSL-Breitband

Zukunftsorientierte Bürger und Gewerbe erkannten: Ohne DSL zieht die Zukunft an Owen vorbei. Umfragen erbrachten 190 Interessenten. Die Bürger dachten, 190! Die Stadtverwaltung dachte wohl, nur 190 Interessenten, bei denen es nicht geht. Über Vorstöße, DSL nach Owen zu bringen, machen sich Stadträte lustig. Ist das Kasperlestheater? Verwaltung sieht anders aus.

Die Bürger durften auf Basis der Umfrage davon ausgehen, dass ihr Anliegen ernst genommen wurde. Für das Gewerbe ist eine leistungsfähige DSL-Anbindung Existenzgrundlage. Die Unternehmen im Ort haben Standortnachteile, weil diese in Owen angesiedelt sind. Owen hat ein großzügiges Angebot der Telekom abgelehnt ohne Prüfung der Interessen zum Schaden der Bürger. Muss die Telekom der Stadt DSL schenken? Träumt man?

Bekommt die Stadt ihre Solarmodule geschenkt? Ist diese Denkweise normal? Aber Solarmodule und Denkmäler wie Stadtarchiv scheinen wichtiger zu sein, kosten auch ein Vielfaches. Der Zugang zum Internet ist unwichtig? Die Verwaltung ist nicht zu einer Mitwirkung zu gewinnen. Owen koppelt sich von der Zukunft ab. Die Verwaltung ist mit sich sehr zufrieden. Ein erneuter Realisierungsvorschlag wurde durch Untätigkeit wieder zunichte gemacht beziehungsweise auf die lange Bank geschoben.

Diese nachlässige Arbeit der Stadt ist ungenügend. Die Bürger sollten der Verwaltung sagen, was davon zu halten ist. Derzeit sieht es nicht so aus, dass in der Amtsperiode von Bürgermeister Roser sich da viel bewegt. So lange muss wohl ausgehalten werden. Wurde Bürgermeister Roser gewählt, um DSL in Owen nicht einzuführen? Wer verantwortet, dass Owener Schüleinnen und Schüler immer mehr benachteiligt werden, da an den Schulen vorausgesetzt wird, dass zur Informations- und Wissensbildung das Internet zur Verfügung steht? Wer verantwortet die Einbußen beim Gewerbe? Bedanken Sie sich bei der Stadtverwaltung für die exotische Bürgernähe. Vorausschauende Menschen fragen nicht nur, sie werden sich gegen diese Art von Benachteiligung wehren.

Rolf Hirsch

Im Hurnäussle, Lenningen

Kostenpunkt sollteumbenannt werden

Zum Artikel "Sterben wird teurer", im Teckboten vom 20. Dezember:

In dem Artikel heißt es, dass für eine Urnenbeisetzung mit einem Geistlichen 196 Euro (zuvor 112 Euro) verlangt werden. Diese Formulierung kann zu dem falschen Schluss führen, dass den trauernden Angehörigen vonseiten der Kirche oder des Geistlichen Kosten entstehen. Dies ist nicht der Fall und falsch. Im Gegenteil, wenn Angehörige eine Urnenbeisetzung im Beisein eines Geistlichen wünschen, dann geschieht dies unentgeltlich und kostenfrei vonseiten der Kirche.

Die Kirche erhebt für diesen "Erweis der Liebe und Achtung" (Agende der Landeskirche) keine Abgabe, auch nicht durch eine Rechnung über die bürgerliche Gemeinde. Die von der bürgerlichen Gemeinde erhobene Gebühr von 196 Euro wird nicht an die Kirche oder den Geistlichen weitergegeben, da die Kirche für diesen letzten Dienst, den man einem Verstorbenen erweisen kann, kein Entgelt wünscht.

Wir haben die bürgerliche Gemeinde schon früher gebeten, diesen Kostenpunkt aus den oben genannten Gründen anders zu benennen, was, wie der Artikel zeigt, bedauerlicherweise noch nicht geschehen ist.

Pfarrer Ulrich Müller

Untere Straße, Bissingen

Warum muss vielesso lange dauern?

Der Spielplatz Bühl-/Bergstraße in Brucken ist gesperrt. Die alte Holztreppe zur Rutschbahn wurde Anfang 2007 durch eine vollkommen untaugliche, spitzkantige und für Kleinkinder ungeeignete und viel zu steile Treppe ersetzt. Das Verletzungsrisiko war erheblich. Auf mehrfachen Wunsch wurde dieses Sicherheitsrisiko gesperrt. Doch anstatt wieder eine Holztreppe zu installieren und den Beton zu entfernen, ist nun bald ein Jahr vergangen.

Der Spielplatz ist immer noch gesperrt, obwohl klar ist, dass eigentlich nur eine Holztreppe in Frage kommt und dies mit Mitteln der Gemeinde, des Bauhofs zu leisten wäre. Warum muss in Lenningen vieles so lange dauern? An den Kosten kann es nicht liegen. Auch eine Spielplatzbegehung war im Herbst. Man kann natürlich wie üblich jetzt noch ein Gutachten abwarten, obwohl erkennbar ist, dass nur eine Holztreppe geeignet erscheint.

Gutachten sind zurzeit in der Gemeinde sehr in Mode gekommen. Traut sich die Verwaltung ohne Gutachten nichts? Nachdem nun bald ein Jahr vergangen ist, wäre es schön, wenn den Worten des Bürgermeisters auch Taten folgen würden. Zu einer "familienfreundlichen lebenswerten Gemeinde" gehören auch nicht gesperrte Spielplätze. Bekommt Brucken den Spielplatz bis März 2008 wieder frei? Und warum muss so etwas einfaches, was die Gemeinde mit Bordmitteln lösen kann, ein Jahr dauern? Wie lange dauern dann komplexe Angelegenheiten?

Rolf Hirsch

Im Hurnäußle, Lenningen

Nachmachen erwünscht

Ein Radfahrer stürzt und verletzt sich. Mitten in Kirchheim liegt er blutend auf der Fahrbahn. Als ich hinzukomme, erkenne ich: der Mann ist hervorragend versorgt. Ersthelfer haben ihm bereits eine Decke übergelegt und betreuen ihn. Andere sorgen dafür, dass sich der Verkehr nicht wegen des Unfalls staut. Der rasch alarmierte Rettungsdienst trifft ein und übernimmt den Verletzten.

Beim Wegfahren denke ich: Erstmals seit Langem kam ich zu einer Unfallstelle, bei der mehr Ersthelfer fachgerecht halfen als Zuschauer hilflos zusahen. Den Ersthelfer(inne)n sei gesagt: Ihr seid Vorbilder und unentbehrlich für unsere Gesellschaft. Uns allen sei in Erinnerung gerufen: Erste-Hilfe-Kurse kosten wenig Geld, ein bisschen Zeit und sie nutzen viel. In den meisten Fällen hilft man nicht etwa dem verletzten Fremden auf der Straße (so wie hier), sondern dem Vereinskameraden, dem Nachbarn oder dem Verwandten in der Not.

Frank Schweizer

Weileräcker, Kirchheim