Lokales

Frauenbildung früher

Neues Projekt der Frauengeschichtswerkstatt

Am Dienstag, 18. November, beginnt um 20 Uhr in der Sammeltasse am Alleenring eine neue Forschungseinheit der Frauengeschichtswerkstatt, in der es um Frauenbildung gehen wird.

Kirchheim. Welchen Zugang zu Bildung und Ausbildung hatten die Mädchen und Frauen in der Vergangenheit? Was hieß damals Wissen, welcher Stoff wurde gelehrt? Wie hingen Mädchenbildung und gesellschaftliche Entwicklung zusammen? Welche Bildungsangebote gab es ganz konkret in Kirchheim? Viele Fragen erwarten die neuen Forscherinnen, die an diesem langfristigen Projekt mitwirken wollen.

Zunächst galt das Einüben und Erlernen von häuslichen Fertigkeiten und Tugenden als einziges Ziel – entsprechend der „Bestimmung als Frau“. Welche Kirchheimerinnen besuchten aber als erste eine höhere Schule? Forderte ein wachsender Arbeitsmarkt eine andere Bildungspolitik und Inhalte?

Für diese spannenden Themen sucht die Frauengeschichtswerkstatt möglichst viele Frauen, die sich auf die Geschichte, auch ihre eigene, einlassen wollen. Sie freut sich auf Zeitzeuginnen, die zum Beispiel über das Seminar erzählen können, die die Näh- oder Kochschule besuchten oder nach dem Krieg ins Gymnasium gingen. Wer besitzt noch alte Zeugnisse, Stickarbeiten und Kochrezepte? Ehemalige Schülerinnen der Frauenarbeitsschule sind genauso willkommen wie „Reing‘schmeckte“, die gerne in alten Quellen lesen möchten.

Weitere Informationen gibt es bei Renate Schattel, Telefon 0 70 21/5 43 97, und Dr. Silvia Oberhauser, Telefon 0 70 21/48 03 08, oder per E-Mail an s.oberhauser@t-online.de. pm

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