Lokales

Frecher Weihnachtsmann-Azubi

DETTINGEN Eltern, Großeltern, Tanten, Onkel, Kinder und Enkelkinder alle kamen um zu sehen, was Weihnachtsmänner so zum Fluchen bringen könnte. Die Dettinger Schlossberghalle war gut gefüllt und alle waren bester Laune. Dafür sorgte das Jugendliche Theater-Ensemble unter der Leitung von Monika Hildebrand. Die Situationskomik war solchermaßen natürlich inszeniert, dass eine gestrenge Regisseurin nicht spürbar war. Im Gegenteil, der Spaß, den die Kinder selber hatten und zu vermitteln verstanden, der selbst Erwachsene hellauf lachen ließ, war allgegenwärtig.

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Ob nun Weihnachtsmann Gregor scharfe Worte laut und vernehmlich über die Bühne fegen ließ ob vieler unmöglicher Wünsche, oder Heinzle, sein Gehilfe, ein sehr moderner Azubi, seinem "Lehrherrn" frech Fortbildungsseminare empfahl, weil der Weihnachtsmann einfach nicht mehr auf dem "neuesten Stand" der digitalen Technik ist, es kam unweigerlich zu Erheiterungsausbrüchen bei Jung und Älter im Publikum. Marlena, selbst das Abbild der "coolen jungen Leute", hat ihr Interesse an weihnachtlichen doch eher absonderlichen Wünschen eindrucksvoll kundgetan: einmal zunächst ohne, dann mit Heinzle einen Discobesuch erleben. Die Mutter beherrschte die Szene putzteuflerisch ohne Frage, und machte damit allen in der Familie "gute Laune". Opas Wünsche an einen Schlitten, der in seiner Ausstattung eher an einen Ferrari erinnerte, sollte wohl die Leiden des Alters überbrücken.

Jeder Fluch, den der Weihnachtsmann von sich gab und Grund genug dafür gab's ja wirklich bei diesen ausgefallenen Wünschen rückte ihn auf des Himmels höhere Anordnung hin jedesmal eine Stufe herunter in seiner eigentlich würdevollen Eigenschaft als Weihnachtsmann. Wer will schon als weihnachtlicher Gemüseputzer enden?

Eine äußerst vergnügliche Stunde für die Besucher beim Verein "Kultur ecce", nicht theatralisch, sondern witzig. Am Ende gab es für die kleinen Gäste Schokoladenweihnachtsmänner aus der Hand der "Stars" des Nachmittags.

hs