Lokales

"freiraum" eröffnet

"freiraum" heißt die neue Beratungsstelle der Erziehungshilfeeinrichtung Ziegelhütte in der "alten" Apotheke in Weilheim. Jetzt wurde die Anlaufstelle feierlich eingeweiht.

WEILHEIM Die Djembengruppe Ziegelhütte trommelte gekonnt zur Eröffnung, bevor die beiden Initiatoren des "freiraums", Constanze Beilharz-Dreher und der Heimleiter der Ziegelhütte, Hendrik van Woudenberg, die zahlreichen Gäste begrüßten.

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Bürgermeister Hermann Bauer zeigte sich beeindruckt davon, wie schnell die Ziegelhütte ihre Idee, eine beratende Außenstelle zu gründen, realisiert hatte. Er freute sich über die ansprechende Gestaltung der Räume und die Institution, die die Stadt Weilheim bereichern werde.

"Wie aus dem Hut gezaubert", so begann Christian Birzele-Unger, Rektor der Grund- und Hauptschule Wühle, seine Ansprache und zauberte aus seinem Hut ein symbolisches Geschenk: einen Apfel mit einem Lorbeerzweig, beides mit Bändern verknüpft. "Schon Luther", erklärte Birzele-Unger, "empfahl einen Apfelbaum zu pflanzen in schwierigen Zeiten und die haben wir angesichts der aktuellen Gewaltankündigung an baden-württembergischen Schulen". Da sei eine Einrichtung wie der "freiraum", der von Fachleuten der Erziehungshilfe betrieben werde, sehr hilfreich. Mit dem Lorbeerzweig wünschte er dem Vorhaben ein gutes Gelingen; die Bänder wollte er als Symbol der Verbundenheit der Weilheimer Schulen mit dem "freiraum" verstanden wissen.

"Die Vernetzung von Schulsozialverein und Jugendhilfe" sah auch Pfarrer Jörg Novak, Mitbegründer des Schulsozialvereins, als eine "große Chance für alle Beteiligten". Denn gerade im ländlichen Raum, so zitierte Novak die Familien- und Sozialminister, sollten vor Ort Anlaufstellen entstehen und gefördert werden, die schnelle und wirksame Erziehungshilfe leisten, wenn Not ist bei Kindern, in den Familien und in der Schule. Zu den guten Wünschen legte Pfarrer Novak noch einen drauf: Er wünschte Gottes Segen zur Eröffnung des "freiraums".

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